Immer schön die Basics trainieren (natürlich auch in den Ferien!)... Zu Hause, im Park, in der Schule oder halt da, wo etwas Platz und ein Ball vorhanden sind!

 

 

Konzept des geschlechtergemischten Trainingsmodells überholungsbedürftig?

 

In einem interessanten Artikel (<-- bitte anklicken) der FAZ, der schon etwas älter ist, aber nichts an Aktualität verloren hat, wird auf die Problematik hingewiesen, mit denen junge, fußballinteressierte Mädchen beim Einstieg in die Fußballwelt konfrontiert sind. Reine Mädchenmannschaften gibt es in vielen Vereinen erst ab der C-, wenn nicht sogar erst B-Jugend. Stiefmütterliche Behandlung innerhalb von Vereinsstrukturen und fehlende Akzeptanz führen dazu, dass viele Mädchen sich letztendlich gegen den Sport entscheiden. Hier muss in vielen Vereinen dringend in puncto Angebot nachgebessert werden, um es auch jungen Mädchen möglichst früh zu ermöglichen in reinen Mädchenmannschaften mit dem Fußball zu beginnen. Was sicherlich dem Sport im Allgemeinen zu gute kommt. Für sehr talentierte Mädchen, die zur Talentförderung auf einem Stützpunkt trainieren, bleibt ja dann immer noch die Möglichkeit generell (oder mit Zweitspielrecht) bei den Jungs spielen. 
 
Es zeigt sich aber immer wieder, dass auch Mädchen, die ausschließlich in reinen Mädchenmannschaften gespielt haben, auf einem hohen Niveau Fußball spielen können. Sogar für die Frauen-Nationalmannschaft nominiert wurden. Auch am Beispiel einiger Berliner Vereine zeigt sich, dass hier, obwohl es sich "von der Pike auf" um reine Mädchenmannschaften handelt, ganzheitlich hervorragende (Ausbildungs-)Arbeit geleistet wird. Letztendlich zählt der Inhalt der Ausbildung und nicht, ob man nur mit Jungs oder nur mit Mädchen gespielt hat. Da als Totschlagargument immer wieder das angeblich verbesserte Zweikampfverhalten durch das Training mit den Jungs angeführt wird. Aber Mädchen brauchen die "Härte" der Jungs nicht. Da auch die Entwicklung der letzten Jahre im Männerfußball zeigt, dass ein durch Intelligenz und Technik geprägtes Zweikampfverhalten den Vorzug vor Härte erhalten hat. 
 

 

Ein wunderbares Tor der ehemaligen "Sternerin" Dina Orschmann bei der U20-WM in Papua-Neuguinea im Spiel gegen Korea. Ja, ist schon etwas her. Aber das Tor ist genial. Kann man sich immer wieder anschauen.