So. 29.11.2015 / 11. Spieltag Berlin-Liga / 1. Frauen / 14:30 Uhr / Saison 15-16

SFC Stern 1900 vs FSV Spandauer Kickers 3:1 (1:1)

An einem typisch kalten und regnerischen Novembertag verirrten sich nur wenige Zuschauer auf den Sterner, die jedoch ihr Kommen nicht bereuen durften!

Im Vergleich zur Vorwoche, dem Auswärtssieg gegen Pankow, wurde die Aufstellung nur auf einer Position verändert. Für die gut spielende Alina Friese rückte die wieder genesene Saskia Steiger in die Innenverteidigung. Gegen die ehemalige Spitzenmannschaft Spandauer Kickers entwickelte sich von Anfang an ein Spiel auf Augenhöhe. Chancen gab es hüben wie drüben jedoch wenige, das sollte sich aber mit einer scheinbar ungefährlichen Situation in der 25. Minute ändern. Einen leicht abgefälschten Schuss unterschätzte unsere Torfrau Nic etwas und der Ball landete zur Überraschung aller im Tor. Aber unser sicherer Rückhalt ließ sich dadurch nicht aus der Ruhe bringen, auch die Mannschaft schien davon nur wenig geschockt. Sie versuchte weiterhin mit spielerischen Mitteln gegen eine sehr zweikampfstarke und defensiv gut organisierte Mannschaft zum Erfolg zu finden. Die größte Chance zum Ausgleich ergab sich dann in der 35. Minute, als sich unser Sturmduo in der Mitte gut durchsetzt und Cheyenne im 1 gegen 1 an der gegnerischen Torfrau scheiterte. Wie schon in der Vorwoche musste eine Standardsituation helfen um den Ball ins Netz zu befördern. In der 38. Minute, nach einem Freistoß von Krissi an die Latte und mehreren Nachschüssen war es Valen Holle die aus der Distanz abzog und den Ball genau in den Winkel setzte. Ein wichtiger und verdienter Ausgleich kurz vor der Halbzeitpause.

Die Analyse wurde dazu genützt einige Dinge anzusprechen, die wir in der zweiten Halbzeit noch ändern wollten. Mit verbessertem Zweikampfverhalten , höherem Pressing und mehr Situationen über unsere Außen wollten wir Spaki von Anfang an unter Druck setzten. Und das gelang – und wie!

Angriff über Angriff, eingeleitet durch eine höher stehende Abwehr und ein spielstarkes Mittelfeld mit Merle und Krissi, rollten über unsere offensivfreudigen Außen. Unsere Stürmer bearbeiteten durch hohe Laufbereitschaft die Innenverteidigung und Spaki wurde dadurch in deren Hälfte eingeschnürt. Beim Tor selber brauchten wir dann aber in der 55. Minute tatkräftige Unterstützung einer Spandauer Spielerin. Emina setzte sich im 1 gegen 1 über die Seite durch und fand in der Mitte die eingerückte Valen. Deren Schuss wird auf der Linie gerettet. Beim Versuch zu klären, schoss die Spielerin aber die Mitspielerin an und der Ball kullerte ins Tor. Nur wenige Minuten später dann eine Kopie des ersten Tores. Beim Pass von Emina ließ sich Valen diesmal nicht zweimal bitten und schoss den Ball unhaltbar in der 58. Minute ins Tor.

Die restlichen 30 Minuten wurden zwar bei zahlreichen Torchancen zu keinem Tor mehr genützt, aber zu Werbung in eigener Sache. Mit der mit Abstand besten Halbzeit der Hinrunde tankte man Selbstvertrauen für die kommenden Aufgaben.

Fazit vor dem eigentlichen Fazit unserer Kapitänin:

Die Hinrunde war bis jetzt eine zähe Angelegenheit. Mit hohen Ambitionen gestartet, konnte die Mannschaft die kurzfristigen und unerwarteten Abgänge unserer Stammspielerinnen Caro, Kenny und Clara nur schwer verdauen. Auch die langwierige Verletzung unseres ruhenden Pols Sina tat ihr Übriges. So blickt man auf einen Herbst zurück, in dem man zwar mit sieben Siegen in Schlagdistanz zur vorderen Gruppe ist, die Niederlagen gegen die Spitzenteams kosteten jedoch eine bessere Platzierung.

In den letzten Wochen hat die Mannschaft diese Situation jedoch angenommen und hart an einer Weiterentwicklung gearbeitet. Spielerinnen der zweiten Reihe und unsere jungen Spieler schlossen zu den etablierten Kräften auf und unsere Schlüsselspieler zeigten spätestens gestern, dass die Sterner Frauen wieder in der Spur sind.

Auch wenn noch drei wichtige Spiele zu bewältigen sind, blicken die 1. Frauen auf das mit Abstand erfolgreichste Jahr der Vereinsgeschichte zurück:

- Der dritte Platz in der Liga nach einer sensationellen Aufholjagd und 15 ungeschlagenen Spielen im Frühjahr.

- Die beiden gewonnenen Relegationsspiele gegen Babelsberg.

- Das Pokalfinale gegen Hohen Neuendorf und der damit verbundene Einzug in den DFB Pokal.

Auch wenn es im entscheidenden Relegationsspiel gegen Erfurt und im DFB Pokal herbe Niederlagen gab, so kann man doch mit Stolz und Freude auf die Leistung der Mannschaft in 2015 blicken, die sich in den letzten zwei Jahren im Spitzenfeld der Berlin-Liga etabliert hat.

Stern: Nic Bartholdi, Lea Haake, Saskia Steiger (60. Min. Malena Klatte), Laura Reimer, Danielle Thun (45. Min. Sina Gierig), Merle Kuntz-Schönitz, Kristin Krömer, Emina Wacker, Valen Holle, Cheyenne Selmke (71. Min. Lea Roth), Nina Fiebig.

Geschrieben von Harald Planer

Fazit von Krissi: Was soll man da nun noch hinzufügen?! Hoffen wir, dass wir den Schwung der zweiten Halbzeit in die letzten Spiele der Saison mitnehmen können und das Jahr erfolgreich beenden. Wenn wir uns auf unsere Stärken beruhen, können wir noch 6 wichtige Punkte holen und nach dem Winter mit einer ja fast schon traditionell starken Rückrunde in den Kampf um die ersten Plätze eingreifen!

Tabelle 1.Frauen

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