Di. 01.12.2015 / Pokal-Achtelfinale / 1. Frauen / 19:00 Uhr / Saison 15-16

 

SFC Stern 1900 vs. FC Viktoria 1889 Berlin 2:3 (0:2)

 

Ein Pokal hat eigene Gesetze sagt man. Auch die Kleinen können die Großen ärgern. David gegen Goliath. Das alles sind Sätze mit denen wir uns natürlich vor dem Duell gegen den hoch favorisierten Regionalligisten Mut machten. Die Mannschaft war in Form, das konnte man beim letzten Pflichtspiel sehen. Dass sie die etwas kompaktere Taktik mit Pressing im Mittelfeld aber derart konsequent, mutig und erfolgreich umsetzt, war nicht zu erwarten.

 

 

So entstand von Anfang an ein Spiel, bei dem sich so mancher Beobachter die Augen reiben musste. Immer wieder wurde aus einer kompakt stehenden Mannschaft über die Seiten für Gefahr gesorgt. So ergab sich in der ersten Halbzeit bei optischer Überlegenheit ein Chancenverhältnis von 5:2 für uns. Trotzdem mussten wir mit einem Pausenrückstand von 0:2 in die Kabine. Das lag zum einen an unserer Chancenverwertung, zum anderen an zwei Fehlern in der Defensive, die Viktoria gnadenlos ausnützte.

 

Wer jetzt glaubte das Spiel sei entschieden, wurde zweite Halbzeit eines Besseren belehrt. Mit der gleichen Taktik und Konsequenz wollten wir auch die ersten Minuten überstehen um das Spiel nicht vorzeitig durch einen Konter zu verlieren. Durch zwei Wechsel wurde dann etappenweise die Offensive gestärkt…und das sollte sich auszahlen. Nach einem Eckball schraubte sich Merle am höchsten und köpfte den Ball zum mehr als verdienten Anschlusstreffer in die Maschen. Danach wurde es nach Auflösen der Viererkette ein offener Schlagabtausch, der sich für uns bezahlt machte. Nach einem Freistoß von Krissi köpfte Fibi den Ball unhaltbar zum viel umjubelten und überfälligen Ausgleich in die Maschen. Noch fünf Minuten bis zur Verlängerung, beide Mannschaften suchten jetzt die Entscheidung.

Dann die letzte Aktion des Spiels, ein Eckball des Gegners. Und der Ball landete im Tor.Wobei der Schiedsrichter ein Foul an unserer Torfrau und ein mögliches Abseits nach Kopfballvorlage nicht sehen konnte bzw. wollte.

Aus, Schluss und Vorbei. Das Spiel endete ohne Happy End. Die Spieler wurden aber durch den langen Applaus der Zuschauer beim Gang in die Kabine für diese außerordentliche Leistung entschädigt.

 

Trotzdem bleibt durch ausgezeichnete individuellen Leistungen unserer Spieler ein „Sieg“ der kompletten Mannschaft. Die Frauen sind nicht nur wieder in der Spur, sie drücken jetzt auch aufs Gas. Wir dürfen uns auf die Zukunft freuen.

 

Stern: Nic Bartholdi, Lea Haake, Laura Reimer (72. Cheyenne Selmke), Malena Klatte, Sina Gierig, Saskia Steiger (61. Mareen Härte), Merle Kuntz-Schönitz, Emina Wacker, Valen Holle, Kristin Krömer, Nina Fiebig.

Nicht eingesetzt: Danielle Thun, Alina Friese

 

Geschrieben von Harald Planer

 

Fazit von Krissi: Eine wirklich grandiose Leistung von der gesamten Mannschaft! Alle, aber auch wirklich alle, haben zu 100 % und mehr ihre Leistung abgerufen. Taktisch, läuferisch und kämpferisch war das ganz großes Kino! Wenn wir uns nach einem Spiel gegen eine Topmannschaft der Regionalliga über die eigene Chancenverwertung ärgern und nach Abpfiff die Wut über den Fauxpas des Schiedrichters mit dem Schlusspfiff derart überwiegt, können wir mit Stolz behaupten: Wir sind wieder da!!

 

"Sie haben uns etwas genommen, was ihnen nicht gehört!"

 

 

Tabelle 1.Frauen

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