Tabelle 1.Herren

... lade FuPa Widget ...
Steglitzer FC Stern 1900 auf FuPa

 FuWo-Bericht Mo. 15.09.2014:

Die Liga nimmt langsam an Fahrt auf. Zwar ist der allgemein als „richtungsweisend" proklamierte siebte Spieltag noch nicht erreicht, eine Tendenz, wohin die Reise in dieser Saison gehen könnte, lässt sich aber bereits ausmachen: Der 1. FC Wilmersdorf wird wohl um den Verbleib in der Liga kämpfen, während Stern sich im Mittelfeld etabliert.

Dennoch, mit einem Sieg hätten die Gäste die Steglitzer in eine Tabellenregion ziehen können, die schnell eine gefährliche Eigendynamik entwickeln kann. Dementsprechend ging es zu diesem frühen Zeitpunkt bereits um mehr als drei Punkte. Wilmersdorf agierte dabei in einem 3-5-2, welches bei gegnerischem Ballbesitz gar zu einem 5-4-1 wurde, äußerst rückwärtsorientiert, und machte es den Gastgebern unheimlich schwer, ihr Spiel aufzuziehen. Die Folge war ein Duell im Niemandsland. Lediglich Fischer (42., Kopfball) sorgte für Gefahr. Es brauchte dringend ein Tor, um die Qualität der Partie anzuheben – und es fiel eines.

Nach einer zu kurz geklärten Ecke fiel der Ball El-Rayan auf den Fuß und der nagelte ihn volley in die Maschen. Gegen den abgefälschten Schuss hatte Schmidt keine Chance. Wilmersdorf öffnete das Visier nun ein wenig und erarbeitete sich erste Torraumszenen. Aber sowohl Abdallah (60., Fernschuss) als auch Alan (70., Kopfball), waren in ihren Aktionen zu unpräzise. Den Gästen fehlte es an Durchschlagskraft und Konzentration im letzten Drittel, selbige war an diesem Spieltag die große Stärke des Gastgebers. So besiegelte Mattern nach einem Konter, ebenfalls per Direktabnahme (72.), den 2:0-Endstand.

Die Landesliga im Hinterkopf

„Ich ärgere mich über das Ergebnis und die Art und Weise, wie wir aufgetreten sind. Wir haben taktisch in der ersten Halbzeit gut gespielt, weil wir uns auf das Wesentliche konzentriert haben, aber in der zweite Hälfte nach dem frühen Gegentreffer waren wir nur noch mit dem Schiedsrichter, mit den Mitspielern und uns selbst beschäftigt.

Es ist kein Wunder, wenn dann in einigen Situationen die Konzentration fehlt, die man vorne benötigt, um zu treffen", beschwerte sich Wilmersdorfs Trainer Michael Michels. „Wenn wir so auftreten, spielen wir im nächsten Jahr in der Landesliga." Sterns Coach Manuel Cornelius freute sich hingegen über den Dreier: „Das war nicht einfach! Wilmersdorf wollte nicht mitspielen und hat es uns mit Fünferkette unheimlich schwer gemacht, aber unsere Geduld hat sich ausgezahlt."

SFC Stern 1900 – 1. FC Wilmersdorf 2:0 (0:0)

STERN: Slotta – Topcu, Fischer, Felsenberg, Froelian – Mattern, Kubik (72. Woithe) – Freyer (65. Matusczyk), Miesner, El-Rayan (85. Parlak) – Simsek.

WILMERSDORF: Schmidt – Abdel-Meguid, Mischer, Mettel – Demirkol, Iccarino (70. Neubauer), Alan, Janietz (55. Barcic), Binerbay – Gakpeto, Abdallah (65. Zaimov).

SR: Ben Gotthardt – z.Z.: 87
TORE: 1:0 (47.) El-Rayan, 2:0 (72.) Mattern.

GELBE KARTEN: Fischer, Miesner, Simsek – Iaccariono, Gakpeto, Demirkol, Binerbay, Abdel-Meguid, Alan . BESTE SPIELER: Topcu, Fischer, Mattern – Schmidt.

Von Chris Glöckner

 

B

Nachrichten aus Steglitz

Sport

Die Wundertüte der Liga

SFC Stern 1900 feierte zu Hause den zweiten Saisonsieg

Steglitz. Die Fußballer vom SFC Stern 1900 haben am 6. Spieltag der Berlin-Liga den 1. FC Wilmersdorf mit 2:0 (0:0) besiegt und sich in der oberen Tabellenhälfte festgesetzt.

Vor heimischem Publikum traf Stern-Spieler Nimer El-Rayan erst zu Beginn der zweiten Halbzeit zum 1:0. Patrick Mattern sorgte nach 72 Spielminuten mit seinem Treffer zum 2:0 für den verdienten Sieg des SFC.

Die Gäste aus Wilmersdorf befinden sich im Umbruch. Als Saisonziel wurde "irgendwie die Klasse halten" ausgegeben.

So hatten die Steglitzer vom Anpfiff an mehr Spielanteile, ohne aber wirklich FC-Schlussmann Patrick Schmidt in Not zu bringen. So hatte die Partie den Charakter eines Geduldsspiels, das mit El-Rayans Treffer kurz nach dem Wiederanpfiff ein Ende fand und die Steglitzer auf die Siegerstraße brachte.

Die Stern-Schwäche vor dem Tor hatte viel mit Stümer Sami Simsek zu tun. Der mit drei Saisontreffern bisher torgefährlichste Spieler beim SFC wurde von seinen Mitspielern kaum einmal in Szene gesetzt. Dabei war Simsek ständig in Bewegung und riss so immer wieder Lücken in die kompakt auftretende Gästeabwehr.

Mit zwei Siegen, drei Remis und nur einer Niederlage rangiert Stern 1900 zurzeit auf Rang neun der Tabelle und ist damit absolut im Soll: Denn im Gegensatz zu den vergangenen Jahren streben die Steglitzer am Ende dieser Saison einen einstelligen Tabellenplatz an.

Immerhin ist dies nun schon das achte Jahr in Folge, in dem der SFC in Berlins höchster Spielklasse antritt. Und mit den Plätzen acht, drei und fünf in den vergangenen drei Spielzeiten hat man bewiesen, dass man auch auf diesem Niveau kontinuierlich gut und erfolgreich spielen kann.

Mit Simon Slotta im Tor, der von Holstein Kiel kam, sowie den Mittelfeldspielern Marcel Miesner, der vom TuS Makkabi wechselte, und Alexander Kubik, zuletzt beim SV Blau Weiss aktiv, setzte Coach Manuel Cornelius gegen den 1. FC Wilmersdorf wieder drei Neuverpflichtungen ein, die ihre Sache durchweg gut machten. Und von den drei Nachwuchskickern Maurice Froelian, Maxim Matusczyk und Clemens Burkhardt, die alle aus der eigenen A-Jugend stammen, spielte Froelian von Anfang an und Matusczyk kam zu einem halbstündigen Einsatz -schon sein fünfter in dieser noch jungen Spielzeit.

Allerdings müssen die Steglitzer auch drei prominente Abgänge verkraften: Christian Nebus musste seine Karriere aus gesundheitlichen Gründen beenden. Ein Knorpelschaden zwingt ihn dazu. Sabit Alimanovic kehrte zum FC Viktoria Berlin zurück. Und Dauerbrenner Andreas Thurau beendete ebenfalls seine Laufbahn. Er steht Coach Cornelius jetzt als Co-Trainer zur Seite.

Und so darf man gespannt sein, wohin für den SFC Stern 1900 in dieser Spielzeit die Reise gehen wird. Ein bisschen sind die Gelb-Blauen die Wundertüte der Liga:

Man hat den Eindruck, dass sie an guten Tagen jedem Gegner Paroli bieten, an schlechten aber auch gegen nahezu jedes Team verlieren können.

Wenn die Truppe um ihren Kapitän Tim Felsenberg aber in der Lage sein wird, das vorhandene fußballerische Talent und Können möglichst oft abzurufen, dann sollte das erklärte Saisonziel absolut machbar