Nächstes Spiel 1.Herren

 20180615 Spiel 1.Herren2

Grafik anklicken - Direktlink Fussball.de

Tabelle 1.Herren

... lade FuPa Widget ...
Steglitzer FC Stern 1900 auf FuPa

Geschrieben von Hagen Nickelé

Der SV Tasmania  und Tennis Borussia sind an der Tabellenspitze der Berlin-Liga noch einen weiteren Schritt zusammengerückt – Punktekonto und Tordifferenz sind nun gleich, lediglich der mehr erzielte Treffer hält die Neuköllner aktuell noch an der Tabellenspitze. Knapper geht’s nicht, dürfen wir seit dieser Saison aber nicht mehr behaupten. Schließlich  erinnern wir uns alle noch an den 5. Spieltag: damals trafen mit Tasmania und Hertha 06 ja zwei Teams aufeinander, die punkt- und torgleich auf Platz 1 standen (auch wenn im Nachhinein durch Spielwertungen diese Konstellation dann keinen Bestand mehr hatte). Eine Wiederholung dieser Situation wäre aber mit der Mannschaft von Abu Njie und TeBe in der aktuellen Ausgangslage durchaus im Bereich des Möglichen.

An diesem Spieltag scheint dabei Tennis Borussia im Vorteil. Die Lila-Weißen eröffnen die Runde am Freitagabend mit dem Heimspiel gegen den Berliner SC und können den Spitzenreiter bei einem entsprechenden Resultat bis Sonntag schon mal ganz schön unter Druck setzen. Die Mannschaft von Daniel Volbert hat dabei momentan die stattlichste Serie in der Liga vorzuweisen: sieben Siege gelangen zuletzt am Stück, dabei gab’s ein Torverhältnis von 19:1 (nur der Rudower Frazer konnte in dieser Zeit ins Borussen-Tor treffen). Lediglich das Pokal-Aus in Mahlsdorf ist da ein winziger Fleck auf der lila-weißen Weste. Seit dieser Partie steht übrigens Michael Hinz im Gehäuse der Charlottenburger und hielt es zumindest bei den Ligaspielen in Köpenick und Wilmersdorf sauber. Ganz anders die Ausgangslage beim Gegner: der BSC hat vor Abschluss seiner „Ochsentour“ gegen die Top 3 beinahe erwartungsgemäß die Null bei Punkt- und Torausbeute stehen. Immerhin: zwischen dem 0:7 bei Tasmania und der 0:1-Heimniederlage gegen Mahlsdorf war schon Besserung zu erkennen. Trotzdem ist die Elf von Michael Wolf am Freitagabend krasser Außenseiter: der Trainer der Grunewalder wird sicher schon sehnsüchtig auf die kommenden Spieltage schauen, wenn wieder lösbarere Aufgaben für den Tabellen-14. anstehen.

 Noch keine Blöße hat sich der SV Tasmania gegeben, sodass die Neuköllner weiter den Spitzenplatz der Berlin-Liga belegen. Zuletzt gab es einen 1:0-Arbeitssieg im Derby gegen Rudow, der wenig Aufschluss für Beobachter bot – außer vielleicht der Tatsache, dass Torschütze Faruk Sentürk (Muskelfaserriss) der nächste Patient im Lazarett geworden ist und Verteidiger Kevin Lentz wegen einer Rot-Sperre ebenso am Sonntag für die Partie beim VfB Hermsdorf ausfällt. Trainer Abu Njie dürfte so hoffen, dass sich außer Emre Demir vielleicht noch zumindest ein weiterer Akteur wieder fit meldet, denn langsam wird die Spielerdecke schon dünn. Auch angesichts der Tatsache, dass wegen anstehender Pokalrunden demnächst zwei Englische Wochen für den SVT anstehen – die sich Konkurrent TeBe spart. In den bislang vier Ligaspielen auf des Gegners Platz blieb Tas immer siegreich. Die Hermsdorfer befinden sich gerade im Sinkflug angesichts dreier verlorener Punktspiele und dem Pokal-Aus bei Kreisligist Friedrichshagener SV. In diesen vier Begegnungen gelangen auch nur zwei Torerfolge, 14 der 18 Saisontreffer wurden an den ersten vier Spieltagen verbucht. Angesichts dieser Fakten könnte man an der Seebadstraße mit einem Unentschieden sicher schon gut leben – außer Schlusslicht Gatow gelang den Hermsdorfern allerdings als einzigem Berlinligist noch keine Punkteteilung. Nach dem Gesetz der Hermsdorfer Serie 2014/15 – zwei Siege, drei Niederlagen, zwei Siege, drei Niederlagen – könnte aber sogar mehr gehen...

 Von den Platzierungen her gesehen findet das Topspiel des 11. Spieltags allerdings am Sonntag zwischen Eintracht Mahlsdorf (Tabellen-3.) und dem SFC Stern 1900 (Tabellen-5.) statt. Die Mahlsdorfer, die sich von der Niederlage gegen den ersten echten Prüfstein (1:2 gegen Tasmania am 4. Spieltag) offenbar erst mal erholen mussten, haben sich zuletzt gemacht: zwei Unentschieden folgten vier Siege am Stück. Somit hat sich die Eintracht zum ersten Verfolger des Spitzenduos gemausert (bei allerdings immer noch fünf Zählern Rückstand). Trotzdem: bester Sturm mit 30 Treffern – dabei sprangen zuletzt Zemlin (4 Tore), Dähne, Heller oder Kohlmann (jeweils 3) in die Bresche für den lange ausfallenden Zorn (9) – und drittbeste Abwehr, das kann sich sehen lassen. Nicht ganz so im Hurra-Stil kam der SFC Stern 1900 zuletzt daher. Da musste im schwierigen Heimspiel gegen Hertha 06 ein Elfmeter zum Sieg reichen – der allerdings war verdient. Leider fallen eine Reihe von Stern-Spielern aus, u.a. Woithe, Topcu, Garz, Waldhecker, so dass man sich am Sonntag nicht viel ausrechnet. Wenn man die Steglitzer lässt, kann es auch mal ordentlich krachen (wie beim 5:0 bei Empor am 9. Spieltag). Auch die Mannschaft von Manuel Cornelius weist mit vier Siegen aus den vergangenen fünf Partien jedenfalls einen Aufwärtstrend auf.

 Bei der VSG Altglienicke und dem Nordberliner SC haben zuletzt die Sportlichen Leiter die Geschicke zumindest vorübergehend auf der Trainerbank übernommen. Und das jeweils erfolgreich: mit Daniel Böhm gelang den Altglienickern der erste Sieg nach drei Pleiten. Die Abwehrprobleme konnten beim 4:3 in Köpenick zwar noch nicht behoben werden, dafür platzte beim dreifachen Torschützen Marcel Czekalla mal so richtig der Knoten. Im einzigen Samstagsspiel der 11. Runde erwartet die VSG nun den SV Empor. Der dürfte seinerseits nach Beendigung der Serie von sieben sieglosen Spielen förmlich in Altglienicke einschweben. Außerdem weiß man beim SVE offenbar wieder den „Kemter-Effekt“ auf seiner Seite – Torjäger Martin Kemter, der vergangene Saison mit einigen Jokertoren für drei Punkte sorgte, schaffte dies beim 1:0 gegen Hermsdorf als Einwechselspieler mal wieder.

 Der NoSC gewann zuletzt seinerseits mit Martin Stelzer auf der Bank drei wichtige Punkte beim FC Internationale. In Gala-Form dabei Torjäger Tom-Niclas Zeih, der alle drei Treffer zum 3:1 erzielte – vielleicht ja auch eine Trotzreaktion darauf, dass ausgerechnet sein Einsatz beim Spiel bei Hertha 06 (8. Spieltag, 1:0 gewonnen) für eine Neuansetzung der Partie und den zumindest vorübergehenden Verlust von drei Punkten ausschlagggebend waren. Mit dem Köpenicker SC gastiert nun eine Truppe in Heiligensee, die ebenfalls Grund zum Hadern hat: nach einem zwischenzeitlichen Aufwärtstrend verlor die Mannschaft von Heiko Schickgram die letzten beiden Spiele jeweils in den Schlusssekunden. Außerdem hat der KSC noch keinen Sieg auf des Gegners Platz zustande gebracht – die Nordberliner allerdings ihrerseits auch nur ein Spiel zuhause gewonnen.

 

Die Partien des 11. Spieltags im Überblick:

Freitag, 19 Uhr

Tennis Borussia (2.) – Berliner SC (14.)  Mommsenstadion

Samstag, 13 Uhr

VSG Altglienicke (7.) – SV Empor (13.)  Stadion Altglienicke

Sonntag, 14 Uhr

SC Staaken (9.) – FC Internationale (12.)  Sportpark Staaken

VfB Hermsdorf (10.) – SV Tasmania (1.)  Seebadstr.

BFC Dynamo II (4.) – 1. FC Wilmersdorf (15.)  Sportforum

Eintracht Mahlsdorf (3.) – SFC Stern (5.)  Am Rosenhag

Nordberliner SC (17.) – Köpenicker SC (11.)  Elchdamm

CFC Hertha 06 (6.) – SV Sparta (8.)  14.15 Uhr, Brahestr.

TSV Rudow (16.) – SC Gatow (18.)  14.30 Uhr, Stubenrauchstr.