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Tabelle 1.Herren

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Steglitzer FC Stern 1900 auf FuPa

Wegen der Weihnachtsfeier der 1. Herren wurde das Pokalspiel von Sonntag auf Samstag 14:30 Uhr vorverlegt und eigentlich sollte das Spiel nach 90 Minuten entschieden sein. Der BFV-Pokalansetzer hatte aber das richtige Gespür und bat um eine zeitliche Verlegung des anschließenden C2-Spieles, denn es könnte ja sein, "dass eine Verlängerung und vielleicht sogar ein 11-Meterschiessen notwendig werden würde". Er sollte fast Recht behalten.....

Die 1. Halbzeit begann sehr träge und man spürte den Favoriten-Druck bei den Sternern, denn wir wollten unbedingt das Viertelfinale erreichen und das recht erfolgreiche Jahr 2014 mit einem positiven Erfolgserlebnis beenden. Vor 14 Tagen trafen beide Teams in der Meisterschaft schon einmal aufeinander und die Partie endete an selbiger Stelle damals leistungsgerecht 1:1. Diesmal endete das Spiel nach regulärer Spielzeit 0:0, wobei die Sterner das Spiel von Anfang an klar  beherrschten, aber wieder einmal beste Torchancen nicht zum Sieg nutzen konnten. Allerdings machte man es den Rudower in der Abwehr auch etwas zu leicht, denn nur mit langen Bällen auf den angeschlagenen Woithe und bei der starken Kopfballpräzenz der Rudower im Zentrum, konnten man lange Zeit wenig ausrichten. Die Rudower gewannen in der eigenen Hälfte zwar fast alle der sogenannten 2. Bälle, konnten sich aber in der regulären Spielzeit nicht eine Torchance erarbeiten. Die beste Stern-Chance zum Siegtreffer hatte der in der 80. Min. eingewechselte Co-Trainer und "Joker" Andreas Thurau (aus Personalmangel), der in der 85. Min. vom 11-Meterpunkt einen berechtigten Strafstoß nicht verwandeln konnte. 

Dann begann die Verlängerung und es kam wie es im Fußball so häufig kommt: Die einzige Torchance im ganzen Spiel nutzen die Rudower gleich nach Beginn der Verlängerung in der 93. Min. zum überraschenden 0:1 durch Möckel. Dass Thurau es aber immer noch kann, das zeigte er in der 100. Min., wo er aus 22. Metern einen direkten Freistoß unhaltbar im Rudower Tor glänzend versenkte. Ganz stark! Dann kam die 119. Minute und die kalte Pokal-AUS-Dusche für die Rudower: Dennis Freyer erzielte nach einem schönen Angriff aus der eigenen Hälfte und einem abgefälschten Zuspiel locker das 2:1 für Stern 1900. Großer Jubel. Nach 120+2 Min. war dann alles vorbei, der verdiente Sieger feierte bis in die Morgenstunden..... Nun kommt noch am nächsten Sonntag (21.12) das Berlin-Liga-Hallenturnier und dann ist erst einmal Weihnachtspause. Am 09.01.2015 beginnt das Training zur Rückrunde für die 1. Herren um 18:30 Uhr auf dem Sterner. 

Das sind die Spiele, die den Fußball so attraktiv machen. Kompliment auch an die Rudower, die wie auch die Sterner bis zum Umfallen kämpften und auch den verdienten Stern- Sieg fair anerkannten. Nun triffen sich beide Teams Mitte Februar 2015 zum ersten Rückrundenspiel auf dem neuen und gewöhnungsbdürftigen neuen Kunstrasenplatz in der Staubenrauchstr. in Rudow zum 3. Mal fast hintereinander.   

 

Spielbericht aus Sicht der Gäste aus Rudow auf Facebook

+++Stern 1900 – TSV Rudow+++ Das Aus im Achtelfinale

Es entwickelte sich schnell ein sehr einseitiges Spielgeschehen auf beiden Seiten,  auf den kleinen Platz in Steglitz. Alles in allem dominierte der überaus viel gebolzte „Aufbau-Versuch-Fußball“ das Spielgeschehen, weil beide Mannschaften sehr hoch attackierten und auch beide Mannschaften  eine gewisse Problematik in den Aufbauspielbewegungen aufwiesen. So zeichnete sich schon früh im Spiel ab, dass der Sieg über Standards entschieden wird.

Der Plan von Stern in der Offensive mit langen Bällen den einzigen Zielspieler Woithe effektiv einzusetzen ging in der ersten Halbzeit nicht auf. Wir hingegen waren  auf diese Spielweise besser eingestellt und standen kompakt genug, um die Mehrzahl der zweiten Bälle zu behaupten und  dadurch auch größere Möglichkeiten aus aussichtreichen Abschluss Situationen zu finden. Diese wurde jedoch teilweise kläglich vergeben, so dass von unseren acht Schüssen nur einer aufs Tor kam. Da uns zurzeit gegen einen solchen Gegner, auf einen solch kleinen Platz, eben viele spielerische Elemente zur Kontrolle und Organisation des Spiels  fehlen, konnten wir mit dem 0:0 zur Halbzeit leben.

In der zweiten Halbzeit änderte sich das Spiel kaum. Zwar sahen die Hausherren jetzt  mehr vom Spielgerät,  aber eher selten den präzisen Weg bis hinter die letzte Reihe. Wir konzentrierten uns  vornehmlich auf Balleroberungen im Mittelfeld und damit verbundenen Umschaltaktionen, da hier die Hausherren hier anfällig waren. Die sich bietenden sehr guten Umschaltaktionen wurden jedoch von uns schlecht durchgeführt. So versandeten viele  erfolgreiche Durchbruchversuche in missglückten Pässen oder unsauberen Abschlusspositionen und wir waren in der Offensive kaum mehr gefährlich.

Zum Ende der regulieren 90 Minuten erhöhte  Stern noch mal den Druck und sie kamen kurz vor Schluss zu einem Elfmeter, den Ottho  jedoch hielt und er uns somit die Verlängerung sicherte.

In der Verlängerung war nun Stern deutlich überlegen. Das lag hauptsächlich an unserer verminderten Intensität  gegen den Ball. Dadurch waren Aktionen nicht nur langsamer und weniger häufig, sondern die Kompaktheit und das ballorientierte Verschieben generell litten. In weiterer Folge ergaben sich für die Hausherren immer mehr bespielbare Räume, aber auch eine höhere Effektivität durch den „Gewinn“ der zweiten Bälle. Ein Nachrücken der umliegenden Spieler  auf einzelnen Positionen, sowie der Druck auf den Ballführenden, waren nicht mehr so aggressiv. Dennoch gingen wir durch Moeckel 1:0, in der 100. Spielminute, in Führung. Vorausgegangen waren ein Freistoß, ein gewonnener Kopfball und ein sauberer Abschluss durch Marco. Diese Führung stand jedoch auf wackligen Beinen und Thurau konnte nur sieben Minuten später, natürlich durch einen direkt geschossenen Standard, ausgleichen. Durch die Verletzungen von Wittmann, aber vor allem von Schlüter war unsere Zentrumkontrolle in der Folge nicht mehr gut abgestimmt und führte zu Unkompaktheit, wodurch wir meist nur hinterher rannten. Wir  verpassten es jetzt immer wieder, die entscheidende Intensität im Pressingübergang aufzubauen. In Ballnähe agierten häufig viele Spieler passiv oder waren in der Positionsfindung etwas unsauber und die Abstimmung untereinander funktionierte nicht mehr, so dass auch eine Überzahl von uns in Ballnähe nicht zur Balleroberung führte. Beim  2:1, eine Minute vor Schluss, half uns auch keine Überzahl und letztendlich setzte sich Stern verdient im Achtelfinale durch, weil sie sich einfach in den entscheidenden Situationen abgeklärten und Zweikampfstärker präsentierten. Wir haben dennoch vieles  in Ansätzen gut gemacht und versemmelten es dann in letzter Konsequenz durch fehlende Entschlossenheit, Konzentriertheit und Abstimmung. Besonders das Pressing der ersten Halbzeit hätte viel mehr Effekt verursachen können.