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Spielbericht

 

So kann es auch gehen: Nachdem es in den letzten Jahren zwischen den A1-Mannschaften immer wieder zu Nicklichkeiten, unschönen Szenen und es jeweils zu einem Nachspiel beim Sportgericht kam - und das bei den ansonsten befreundeten Vereinen, war schon das Hinspiel beim SC Staaken sehr fair und auch das Rückspiel bei Stern war es. In beiden Spielen sorgten aber auch angeforderte und erfahrende SR-Gespanne für eine sportlich, faire und kameradschaftliche Atmosphäre.
Hätte man vor dem Spiel ein Unentschieden angeboten, so hätten wir das sicher sehr gerne angenommen und unterschrieben. Nach dem Spiel hatte man aber irgendwie das Gefühl: Heute war sogar mehr drin. Klar, Staaken hatte mit einem fast älteren spielenden Jahrgang mehr Spielanteile und hatte insbesondere bei Zweikämpfen meistens den 2. Ball, wirkte aber letztlich nicht durchschlagkräftig. Viele Abspielfehler und eine etwas nervöse Spielanlage auf beiden Seiten prägten das Spiel. Beide Teams bekamen dadurch Konterchancen. Oft fehlten bei Sterns Konter noch die Präzision „beim tödlichen Pass in die Tiefe“, aber eine der vielen Konterchancen nutzte Stern in der 26. Min. durch ein überragend herausgespieltes 1:0 durch den schnellen Robin Schultze, der eine floche Eingabe über rechts direkt verwandelte. Klasse! Durch einen vorherigen Abwehrfehler und einen auf trockenen KuR etwas stoppenden Ball kam Staaken in der 37. Min. durch Y. Hurtig zu einem „Abstauber Tor“, das vermeidbar erschien. Mit einem 1:1 ging es in die Pause.

Heraus kamen die Staakener - hellwach und motiviert - und über deren linke Seite leider zu schnell (46. Min.) und zu einfach zum 1:2 durch J. Wartschow. Wer aber nun dachte: "Das wird schon seinen erahnten Weg nehmen", der sah sich getäuscht. Stern spielte mit und „versetzte den Staakener einige Nadelstiche“, mit denen sie vielleicht gar nicht gerechnet hatten. Ein dichter Sterner Abwehrblock mit einer Doppel-Sechs(?) verhinderte manchmal schlimmeres und wenn es doch mal "im Sterner-Strafraum brannte", dann hielt unser gut aufgelegter TW Yannik Maas seinen Kasten sauber und strahlte Sicherheit aus. Es fiel deutlich auf, dass unser Angriffsspiel über unsere linke Seite immer wieder Gefahr für die Staakener Abwehr bedeutete. Eins um andere Mal konnte der Ball über unsere linke Seite durch Robin in die Mitte gespielt werden, wo man sich manchmal noch einen zweiten Stürmer wünschte (Tim Grabow fehlte heute, weil er über Ostern verreiste), denn Erik Kuka, unsere einzige Spitze, musste ganz schön ackern, um gegen eine großgewachsene Staakener Innenverteidigung die Zweikämpfe zu gewinnen, insbesondere, weil unser Mittelfeld vielleicht dann doch nicht an solche Chancen glaubte und sich etwas defensiver positionierte oder zu unentschlossen sich am Sterner Offensivspiel beteiligte.

Schon in der 50. Min. gab es eine solche Eingabe über links zu Erik Kuka und eigentlich schien der Ball durch die Innenberteidigung und dem Staakener TW schon geklärt worden zu sein, doch niemand rechnete mit unserem Erik, der mit einer tollen Energieleistung und großem Willen, das Ding zum 2:2 dann doch noch im Drehen und Fallen ins Staakener Tor versenkte - wie früher Gerd Müller - ein echter Mittelstürmer! Heute fehlten unsere Fotografen - die hätten viele schöne Szenen eingefangen können! Beide Teams hatten in einem offenen Spiel Chancen zum Sieg. Großartig hielt Yannik Maas kurz vor Schluss (88. Min.) einen 100%igen reaktionsschnell vor der Torlinie, den hatten eigentlich schon alle im Tor gesehen. Und das wäre für unser Team dann ganz bitter gewesen. Klasse Jannik. Aber auch Stern hatte in der 91.Min. noch eine Chance zum 3:2. Das 2:2 ist letztlich sehr gerecht - finden wir - und man hat den wahrscheinlich zukünftigen Berliner Meister Parole bieten können, nachdem das Hinspiel in Staaken noch klar mit 4:1 verloren ging. Hier zeigt sich eine positive sportliche Entwicklung der Mannschaft - trotz Urlauber, kranker und verletzter Spieler des älteren Jahrganges. Das gibt für die Zukunft Hoffnung und nun wollen wir aber auch, die gute Leistung gegen den SC Staaken heute auch gegen die weiteren Spitzenteams BSC, BAK und Frohnau bestätigt sehen. Wenn das gelingt, dann wäre ein 2. Platz in der Verbandsliga plötzlich doch noch zu erreichen?

Tabelle A1

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