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Spielbericht

So, 01.10.2017

SV Adler vs. SFC Stern 1900 --> 8:1

 

Ja, bei dem Ergebnis kann man von einer (zu) hohen Niederlage sprechen. Ja, die Tore waren teilweise mehr als unglücklich, schmälern aber auch nicht die Leistung der Mannschaft. Aber erstmal ganz von vorne:
 
Mit dem SV Adler hatten wir am vergangenen Sonntag einen Gegner, der alle Vorteile auf seiner Seite hatte. Die C-Mädchen von Adler sind mit 4 Auswahlspielerinnen ausgestattet, haben die Möglichkeit vier (!!!) Mal die Woche zu trainieren (auf heimischem Platz) und haben einen eigenen Fitnesstrainer. Und... ach ja. Adler hatte ein Heimspiel. 
 
Was kann man dieser Mannschaft entgegen setzen? Die Marschrichtung war klar: Hinten sicher stehen und jede sich bietende Möglichkeit auf Konter zu nutzen. Das klappte leider nicht so wie geplant. Unser Problem ist weiterhin, dass wir die Bälle nicht aus dem Strafraum bekommen. Zumindest nicht so, dass man nach einer gefährlichen Situation Zeit hat sich neu zu sortieren, eventuell sofort umzuschalten und auf den Konter zu gehen. Die Möglichkeiten waren da. Wir spielten Adler die Bälle jedesmal in die Füße. Adler stand mit der Defensivreihe fast 5 Meter in unserer Hälfte und presste uns in und an den eigenen Strafraum. Ein kluger Pass nach vorne oder einfach nur mal ein Befreiungsschlag über die Mittellinie hätte gute Chancen auf Erfolg gehabt. So konnten wir die ersten zehn Minuten die Angriffe von Adler noch relativ gut entschärfen. In Minute 11 konnte die Nummer 10 von Adler aber einen individuellen Fehler ausnutzen und wir lagen zurück. Wir schafften es nicht, uns spielerisch zu befreien und für Entlastung zu sorgen. Minute 21 und das 2. Tor für Adler, wieder durch die Nummer 10 und wieder sahen wir nicht besonders gut aus.
 
Aber wir kamen nach dem zweiten Gegentor besser ins Spiel. Kämpferisch erwischten wir Adler etwas auf dem falschen Fuß. Wir waren bissig im Zweikampf und ließen uns auch nicht durch die sichtbar härtere Gangart von Adler (der Schiedsrichter hat so gut wie nichts gepfiffen) aus der Ruhe bringen. Wir hielten dagegen. Dennoch bekamen wir in Minute 32 das 3. Tor. Doch das brachte uns nicht in Verlegenheit, da wir direkt das Anschlusstor machten. Ein hervorragender Pass von Doreen über die Abwehrreihe von Adler und Zoe war auf und davon, schoss aus 16 Metern ins Eck und ließ der Torhüterin von Adler keine Chance. So hätten wir von Anfang an spielen sollen. Jetzt war es ein Spiel auf Augenhöhe, wir hielten Adler in Schach und erspielten uns Möglichkeiten. Allerdings nicht zwingend genug. Doch kam uns in unserer stärksten Spielphase der Halbzeitpfiff dazwischen. 
 
In Halbzeit Zwei wechselten wir die Torwart-Position. Leider nahmen wir den Schwung aus der ersten Halbzeit nicht mit und brachen regelrecht ein. Mehrere Fehler im Defensivbereich machten die Nummer 10 von Adler zur Matchwinnerin. Ja, die Tore waren gut geschossen, aber ein erfahrenerer Torhüter hätte die Weitschüsse, vielleicht nicht immer locker, aber definitiv entschärft. Wir konnten zwar immer wieder stark nach vorne spielen, aber verpassten den richtigen Zeitpunkt des Passspiels. Adler hatte oftmals im letzten Augenblick noch einen Fuß oder ein Bein dazwischen, um erfolgreich abzuwehren. Aber genau das macht den Unterschied aus. Wir hatten die starke Nummer 10 in Halbzeit 2 zu keiner Zeit im Griff und so konnte sie noch 4 weitere Tore erzielen. Natürlich auch begünstigt durch zu passives und zaghaftes Defensivverhalten und Glück, dass der Ball überhaupt über die Linie ging. Nichtsdestotrotz war Adler hier die bessere Mannschaft, hatte starke Angriffe und eine gute Verteidigung. Die Nummer 10 hat 6 Tore erzielt, was natürlich für sich spricht. Aber wir haben es ihr leicht gemacht und genau da gilt es anzusetzen.
 
Trotz der vielen Gegentore ist eine klare Tendenz nach oben zu erkennen. Denn wir haben die entsprechende Moral uns ins Spiel zu kämpfen und besitzen die spielerischen Möglichkeiten uns Torchancen zu erarbeiten.