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Spielbericht

nMi, 11.10.2017

SFC Stern 1900 gg. SV Lichtenberg 47 --> 4:1

 

Grauenhafter Platz, hervorragendes Wetter, geschlossene Mannschaftsleistung, stellenweise überragender Fußball, absolut gerechtfertigtes Ergebnis. Aber Eins nach dem Anderen...

 

Ein herrlicher Mittwoch Abend brachte uns für das erste Pokalspiel an unsere Trainingsstätte, den verhassten Platz am Immenweg. Dass dieser Platz für offizielle Spiele freigegeben ist, stimmt nachdenklich. Training ok... aber Spiele? Zumindest kennen unsere Mädchen diesen Platz schon seit geraumer Zeit und können mit seinen Macken sicher besser umgehen als unser Gegner, was uns einen kleinen Vorteil verschaffen könnte. Zu Gast war der SV Lichtenberg 47, der sicher eine weite Anfahrt hat, aber leider, nach Aussage der Trainer, aufgrund der heutigen Verkehrsbedingungen erst 15 Minuten vor Spielbeginn eintrudelte. Der Schiedsrichter war so nett, das Spiel etwas später anzupfeifen, damit sich die Lichterberger Mädchen noch warm machen können. Thumbs up. Wir haben die Zeit genutzt und unser obligatorisches Aufwärmprogramm abgespult. Die Mädchen waren fit und bereit für die Partie. Großartig einstimmen brauchten wir sie nicht. Sie waren hochmotiviert und euphorisiert vom letzten Heimsieg. Genau da wollten wir weitermachen... 

 

Leider waren die ersten 15 Minuten sehr zerfahren. Nach einer Großchance von Zoe in der 2. Minute, die eigentlich zum 1:0 hätte führen müssen und einer weiteren Chance in der 6. Minute, abermals Zoe durch eine Vorlage über die rechte Außenbahn von Sophia, gaben wir das Spiel aus der Hand. Individuelle Fehler und verschlafen wirkendes Defensivverhalten begünstigten nach unser Großchance die wütenden Angriffe der Lichtenberger. Wir bekamen die Bälle nicht aus der Gefahrenzone rund um den 16er, spielten blinde Pässe, die meistens direkt bei den Gegnerinnen landeten und waren allgemein einfach zu passiv. Entlastung nach vorne? Fehlanzeige! Jedoch wehrten wir die Angriffe ab, auch durch eine vollkonzentrierte Leni im Tor, deren Ruhe die Anderen langsam zu beeinflussen schien. Nach den ersten wilden 15 Minuten waren wir konzentrierter, kontrollierten den Ball und auch den Gegner immer besser und erarbeitenen uns wieder mehr Raum in Richtung gegnerisches Tor und so auch wieder die nötige Ruhe, die wir benötigen, um zu unserem Spiel zu finden. Auch trotz der wilden Gestikulierungen und lautstarken Korrekturen durch das (momentan noch) unzufriedene Trainergespann. In der 23. Minuten sollten die Bemühungen geschickt und zielsicher nach vorne zu agieren endlich belohnt werden, als Zoe nach einem tollen Doppelpass zwischen Sophie und Sophia auf rechts und einem anschließend genial gespielten Pass in die Schnittstelle der Lichterberger Defensivreihe auf die Reise geschickt wurde. Eiskalter Abschluss zum befreienden 1:0. Erleichterung und euphorischer Jubel beim Trainergespann und den "Fans". Sofort setzten wir nach und machten Druck auf den Ball und den Gegner. Und so war es wieder Zoe, die den Verteidigern in Minute 25 enteilte, die Torhüterin aussteigen ließ und den Ball locker über die Torlinie schob. Der Gegner hatte zwar auch schnelle Angreifer in seinen Reihen, jedoch wurden diese jedesmal von Toni und Lina auf den Außenbahnen abgelaufen und in der Mitte warteten unsere Doppel-6 und die beiden IV Jojo und Larissa, die es immer wieder schafften, die Bälle zu klären. Manchmal aber etwas zu konfus. Hatte doch mal ein Ball den Weg Richtung Tor gefunden, so war Leni auf dem Posten und sorgte für Sicherheit. Am Ende der 1. Halbzeit stand es richtigerweise 2:0 für uns. 

 

Die zweite Halbzeit startete auf Augenhöhe und es ging hin und her, allerdings waren wir kontrollierter und ruhiger, aber auch manchmal etwas zu leichtsinnig und passiv. Wir kontrollierten das Mittelfeld, in dem Doreen und Sophie immer wieder Akzente nach vorne setzen konnten, auch über die Außen waren wir gefährlich, was den Gegner zu Fehlern in der Viererkette zwang. Jedoch fehlte es wieder mal an der letzten Entschlossenheit und/oder dem richtigen Zeitpunkt des Abspiels. Zoe beendete in Minute 50 den "Spuk", indem sie über die halblinke Seite nach einem eroberten Ball im Mittelfeld zwei Gegnerinnen stehen ließ und auch eine dritte, als sie sich mit einer Finte den Ball auf den rechten Fuß legte, um dann von der Strafraumgrenze aus das Leder ins kurze Eck zu wuchten. 3:0. Lichtenberg konnte anschließend durch zwei eingewechselte Spielerinnen sehr körperbetont für etwas "Gegengewicht" sorgen, aber wir hatten uns schnell auf sie eingestellt und konnten Ihnen zwar körperlich nicht viel entgegensetzen, aber waren durch ein gutes Stellungsspiel im Mittelfeld und in der Defensive immer wieder in der Lage die Vorstöße abzublocken und zum Konter anzusetzen. In Minute 60 belagerten wir das Tor regelrecht und die Torhüterin musste direkt nacheinander Schüsse von Zoe, Vivi und Sophie abwehren. Die anschließende Ecke durch Lina war gefährlich, aber brachte nichts ein. Ein zu kurzer Abschlag der Torhüterin von Lichtenberg in der 63. Minute, brachte Zoe in Position, die der Verteidigerin den Ball abluchste und sicher ins lange Eck zum 4:0 und zu ihrem 4. Tor einnetzte. Allerdings blieb Lichtenberg auch weiterhin mit ihren starken Mittelfeldakteuren gefährlich und holte über die rechte Außenbahn in Minute 65 eine Ecke raus. Aus unerklärlichen Gründen ließen wir die Lichtenberger die Ecke kurz auf die Strafraumecke spielen, griffen anschließend aber auch nicht die zum Schuss ansetzende Spielerin an und so kam es wie es kommen musste... Der Ball segelte über die etwas zu weit vor dem Tor stehende Leni unter die Latte. Der 4:1 Anschlusstreffer. Nicht ganz unverdient, aber trotzdem verhinderbar. Jetzt hatte Lichtenberg etwas die Oberhand und kam in den folgenden Minuten ein paar Mal gefährlich vors Tor, aber die Abwehrspielerinnen machten aber ihren Job gut und Leni war hinten absolut nicht aus der Ruhe zu bringen.

 

Abpfiff eines tollen Spiels mit tollen Torraumszenen und wunderbaren Spielzügen, aber auch mit kleinen Abzügen in der B-Note.