Dritter Sieg im dritten Pflichtspiel

Eddie Udeoka

Berlin-Liga, 2. Spieltag

Eddie Udeoka (am Ball) gab den entscheidenden Pass auf Luca Rohr, der kurz nach Wiederanpfiff den Ausgleich erzielen konnte (Foto: Lehner)

Sonntag, 18. August 2019, 12:45
SFC Stern 1900 – SD Croatia
2:1 (0:1)

Weiter geht’s mit dem dritten Sieg im dritten Pflichtspiel für die Sterner!

Ein Abtasten oder Zögern gab es heute von beiden Mannschaften nicht, sie legten los wie Blücher, und eigentlich hätte Stern nach wenigen Minuten in Führung gehen müssen!

Stattdessen schlug Croatia entschieden zurück und landete nach 8 Minuten den sprichtwörtlichen Husarenritt: Schnelles Direktspiel vor der etwas wirren Sterner Abwehr, da fand Obeid die Lücke und erwischte Simon Slotta, dem die Sicht versperrt war, auf dem falschen Fuß. Das einzige, was man aus Sterner-Sicht da sagen konnte: Es war noch viel Zeit, alles zu korrigieren.

Und in der Tat schienen sich die Sterner gar nicht aus dem Konzept bringen zu lassen und bauten Zug um Zug Kontrolle und Dominanz im Spiel aus. Croatia verstärkte zunehmend die Defensiv-Formation und stemmte Beton gegen die Sterner, die aber gewarnt waren. Aber nur noch einmal brach vor der Pause Panik vor Slottas Gehäuse aus, ohne dass daraus ein weiterer Gegentreffer resultierte.

Andererseits konnten die Sterner die zunehmenden Spielanteile, besonders agil heute Can Cakin über rechts, nicht zum Ausgleich nutzen. Es ging mit dem knappen Rückstand also in die Pause.

Zurück vom Pausentee hatten Thurau und R. Slotta wohl die richtigen Worte gefunden. Denn es dauerte nur wenige Minuten, bis S. Slotta einen schnellen Abstoß machte und der Abwehrverbund Croatias plötzlich entblößt war. Eddie Udeoka trieb den Ball über die linke Seite schnell nach vorne und behielt den Überblick. Er sah Luca Rohr frei, an der Abseitskante heransprinten. Croatia reklamierte auf Abseits aber die Fahne blieb unten. Luca behielt die Nerven und netzte eiskalt flach im Eins gegen Eins gegen Torwart Thielmann ein.

Man sollte meinen, dass nun – wie im ersten Durchgang – die Kontrolle der Sterner weiter zunehmen würde. Stattdessen brach unverstänlicherweise Hektik aus. Freilich war es vielleicht überraschend, dass Croatia plötzlich das Heil in der Offensive suchte. Dennoch gab es jetzt unötige und unnötig viele Ballverluste der Sterner beim Spielaufbau, so dass sich mehr und mehr ein offener Schlagabtausch entwickelte.

Doch hinten brannte nichts mehr an. Die Einwechslungen nach der 60. Minute halfen den Sternern, noch einmal Akzente zu setzen. Es kamen nach und nach Marvin Özdal (für Can Cakin) sowie David Vetter für den Torschützen Luca Rohr. Der wiedergenese Vetter räumte zusammen mit Maxi Obst (sehr zweikampfstark heute) viele Gefahrenherde vor dem Sterner-Strafraum ab. Özdal setzte einige gefährliche Aktionen über links.

Schließlich war es aber dann ein langer Ball auf den zunehmend zum Goalgetter Nr. 1 mutierenden Tim Grabow, der die Entscheidung bedeutete. Er umkurvte seine Gegenspieler über die rechte Seite und zog einfach mal ab. Der Ball prallte von Ömer Toktumur ins Croatia-Tor, unhaltbar für Thielmann. Eigentlich kein klassisches Eigentor. Sei’s drum. Dies war der Endstand, auch wenn Croatia noch alles versuchte, mitunter nicht immer mit lauteren Mitteln. Hakan Önal hatte noch eine äußerst schmerzliche Begegnung an der Seitenlinie mit Toktumur (eine von vier gelben Karten für die Gäste).

Freyer, kurz nach der Führung eingewechselt, hatte die endgültige Entscheidung auf dem Fuß und vergab. Sei’s drum, es reichte auch so. Nun geht es nächste Woche gleich zum Knallerspiel nach Lichtenberg, zu einem Spiel, “in dem wir nicht unbedingt die Favoriten” sind, wie Andi Thurau nach Abpfiff anmerkte. Wir sind das bessere Team. Was zu beweisen sein wird.

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