Knappe Niederlage in Unterzahl

LANDESLIGA 3. Spieltag
01.09.2019 SV Blau-Gelb – SFC Stern 1900 II  1:0 (1:0)

A.S. Schmidt – Eckardt (57. Cuenca Bautista), Faulhaber, Hurst, Schultz – Roth, Romanowski (68. Hartmann) – Hartmann (57. Fiebig), L. Barthelemy, Barth – Loftus

Tor: 1:0 (10.) Direkter Freistoß

Rote Karte: 7. Sophie Schmidt (Notbremse)

SR: Ronny Seitz

Blau-Gelb gegen Gelb-Blau (auch wenn die Heimelf in Rot-Weiß antrat), beide mit 2 Siegen in die Saison gestartet. Der Berlin-Liga-Absteiger warb in der Sommerpause um Neuzugänge für den Wiederaufstieg, von daher wussten wir, dass es in Weißensee bei hohen Temperaturen nicht einfach werden würde.

Die Partie hatte noch gar keine richtige Fahrt aufgenommen, als wir auch schon in Unterzahl gerieten. Nach einem Steilpass kam unsere Torfrau außerhalb des Strafraums einen Schritt zu spät und traf die Stürmerin anstelle des Balls. Glatt Rot wegen Notbremse! Eine vielleicht harte Entscheidung, da sich u.a. Laura Faulhaber noch in der Nähe befand, aber auch eine absolut vertretbare. Michu Hurst zog sich das Torwart-Trikot der todunglücklichen Sophie an und war beim darauffolgenden Freistoß machtlos.

Bis zur Pause ließen unsere Mädels nichts gefährliches mehr zu und hatten mehrfach mit fehlender Präzision und fehlendem Timing zu tun. Hier hätte man etwas früher starten müssen, dort kam das Zuspiel einen Tick zu lang und so brachten wir das blau-gelbe Gehäuse nur einmal in ernsthafte Bedrängnis. Ein guter Spielzug landete bei Yasmin Romanowski, die sofort abzog und Pech hatte. Lattenunterkante, kurz vor der Torlinie aufgetippt und die Keeperin hatte die Kugel in den Händen (39. Minute).

In zweiten Durchgang ließen wir die Gastgeberinnen in den ungefährlichen Räumen spielen und wenn sie durchkamen, war unsere aufmerksame Defensive zur Stelle. Torchancen waren weiter auf beiden Seiten Mangelware, die Beste hatten wir, doch der Freistoß von Johanna Barth wurde vom aufmerksamen Goalie zur Ecke gelenkt (64.). Da wir stets um den Ausgleich bemüht waren, verlegte sich die Heimmannschaft immer mehr auf Verteidigung und Konter und verhinderte zwei Möglichkeiten durch taktische Fouls. In der 79. noch ungeahndet, gab es zumindest in der 88. den gelben Karton. Da merkte man die größere Erfahrung, die Frauen aus Weißensee waren im Schnitt 7 Jahre älter als wir.

Schließlich ertönte der Schlusspfiff und die erste Pflichtspielniederlage 2019/20 war besiegelt. Trotzdem sahen wir eine couragierte Vorstellung unserer Truppe, ein miteinander, ein füreinander, sehr viel Mentalität und eine geschlossene Mannschaftsleistung, aufgrund derer es kaum sichtbar war, dass wir eine Spielerin weniger auf dem Platz hatten. Und wie sagte Trainer Jens Freikowski zu unseren Mädels: „Ihr könnt über das Ergebnis enttäuscht sein, aber nicht über eure Leistung!“