Der Kleinste als Kopfballungeheuer

Er hatte am langen Eck gelauert und narrte Freund und Gegner: Daniel “Sterni” Sternberg traf praktisch mit dem Pausenpfiff per Kopf zum 0:1!

Berlin-Liga, 9. Spieltag

Samstag, 05. Oktober 2019, 14:00
SV Empor Berlin – SFC Stern 1900
0:2 (0:1)

Mit deutlich mehr Mühe als erhofft, vielleicht sogar als erwartet, gewannen die Sterner am Ende doch relativ ungefährdet mit 2:0 beim stark ersatzgeschwächten (“ohne Sieben”) SV Empor. Ausgerechnet der Kleinste bei Stern war am Ende des ersten Durchgangs der Größte! Daniel “Sterni” Sternberg netzte per Kopf einen langen Ball am langen Eck ins Empor-Tor ein. Das war nach einer Anfangsphase mit gefühlt 90% Ballbesitz für die Sterner die reinste Erlösung, als Empor Mitte der ersten Hälfte ein bis zwei hochkarätige Chancen wie aus dem Nichts hatte. Slotta musste sein ganzes Können aufbieten, um einmal in höchster Not zu retten. Eins ist klar: Nachdem Clemens Burkhardt gegen United den Sieg gerettet hatte, stand jetzt die Nr. 1, Simon Slotta wieder seinen Mann. Ein Torwartproblem hat der SFC sicherlich nicht.

Im zweiten Durchgang versuchten die Gastgeber dann mit deutlich mehr Offensiv-Aufwand die knappe Führung der Sterner zu egalisieren. Doch auch heute stand die Sterner-Defensive wie eine Mauer (Innenverteidigung heute Till Schramm neben Luis Driemel). Aber erst nach der Einwechslung von Flo Medrane und schließlich Marvin Özdal und Dennis Freyer erzwangen die Sterner mit geballter Offensiv-Power dann die endgültige Entscheidung. Auch der zweite Treffer des Tages war äußerst sehenswert. Wie an der Schnur lief der Ball über fünf/sechs Stationen durchs Mittelfeld und fand schließlich Flo Medrane auf der rechten Seite, der Freyer mustergültig in der Mitte bediente. Das war dann bereits die 78. Minute.

Gewonnen hat auch heute wieder das Team! Am Ball Robert Schrade, er nahm mehrere Wirkungstreffer für die Mannschaft wie ein Boxer mit Stehvermögen … weitere Bilder natürlich auch heute wieder über Facebook …

Aber auch danach ließen sich die Gastgeber vom SV Empor nicht hängen und drängten noch auf den Anschlusstreffer. Der eingewechselte Egas-Sanchez traf noch die Latte. Doch es wäre ohnehin zu spät gewesen, da sind wir überzeugt. Verdiente drei Punkte auf dem Prenzlberg bedeuten erst einmal für 24 Stunden die erneute Tabellenführung … und morgen hoffen alle Sterner-Fans, dass Brandenburg das Unmögliche schafft und gegen Mahlsdorf wenigstens endlich den ersten Punkt ergattert.