2. Frauen: Schmuckloser, verdienter Sieg in Überzahl

Vorbereiterin Lea Roth in Aktion

16. Spieltag LANDESLIGA

08.03.2020 SFC Stern 1900 II – TSV Mariendorf 1897  2:0 (2:0)

Härtel – Schlanser, Faulhaber, Schultz, Cuenca Bautista – Roth (70. Fuchs), Krömer – E. Barthelemy (46. Hurst), L. Barthelemy, Hartwig – Schmitz

Tore: 1:0 (14.) Hannah Schmitz nach Zuspiel von Lea Roth; 2:0 (43.) Krissi Krömer nach Pass von Lea Roth

SR: Ali Zaidan

Laut Gästetrainer Jacobeit war der TSV durch die vom Sportamt initiierte Vorverlegung des Anpfiffs von 16:00 auf 11:45 Uhr stark getroffen, da 3 Spielerinnen somit zeitlich nicht mehr zur Verfügung standen. Da er auch noch krankheitsbedingte Ausfälle hatte, fand sich der Tabellensiebte mit 10 Akteurinnen zu diesem Duell ein, welches in der Hinrunde 1:1 endete. Trotzdem erwarteten wir eine erfahrene, spielstarke und mit viel Selbstvertrauen ausgestatte Truppe, die in der Vorwoche dem Ligaprimus Wittenau eine Punkteteilung abtrotzte. Unser Team war von Beginn an in der Partie und scheiterte schon früh an der Mariendorfer Torfrau, die ihre zehntägige Rotsperre abgesessen hatte und wie gewohnt sicher zwischen ihren Pfosten stand. In der 7. Minute gab es einen heftigen Körpereinsatz gegen Hannah Schmitz, in solchen Situationen hat man auch schon mal einen Elfmeterpfiff gehört, aber nicht diesmal. Wir blieben unbeeindruckt und markierten mit Hilfe des Innenpfostens die Führung durch Hannah Schmitz nach einer knappen Viertelstunde. Im weiteren Verlauf spielten wir jedoch nicht ruhig genug, nicht einfach genug und wollten zu oft mit dem Kopf durch die Wand. Überzahl klingt auf dem Papier gut, aber der Gegner verzichtete ja auf keine Abwehrspielerin und somit war deren Defensivverbund kompakt wie eh und je. Dazu versuchten sie es mit Konter, die aber zu ungenau abgeschlossen wurden. Und auch eine doppelte Überzahl konnten wir zunächst nicht nutzen. Die Gästekapitänin knickte ohne Fremdeinwirkung um (34.) und musste behandelt werden, kam aber zur 2. Halbzeit wieder aufs Feld. Kurz vor dem Pausenpfiff gelang es uns aber endlich geduldig zu bleiben und Krissi Krömer mustergültig freizuspielen, die überlegt einschob.

Hannah Schmitz auf dem Weg zum Führungstreffer

In der zweiten Halbzeit machten wir es phasenweise besser, es fehlte aber der letzte Biss um die Kugel über die Linie zu bugsieren oder die Genauigkeit. Der Vergleich „Ein gutes Pferd springt knapp“ kam in den Sinn und uns allen ist bewusst, dass wir am Samstag bei Hansa 07 eine bessere Leistung abrufen müssen, wenn wir in unserem vierten Aufeinandertreffen der letzten beiden Spielzeiten erstmalig als Sieger vom Platz gehen wollen.

Auf eine tiefgreifende Analyse nach dem Abpfiff wurde verzichtet, stattdessen wurden Freude und Spaß bei einem (ergebnisunabhängig geplanten) Mannschaftsabend großgeschrieben.