Oberliga-Debüt geglückt

MSV Pampow: Christian Maaske, Kevin Looks (46. Dominic Schnabl), Mathias Reis, Alan Dudiev, Marvin Runge, Marvin Finkenstein (59. Malte Pruchner), Sebastian Labrenz, Rei Oami, Daniel Olaoye (78. Christian Degener), Marcus Borgmann (46. Justin Liam Hoffmann), Ilkwon Park (78. Jonas Paper) – Trainer: Ronny Stamer
SFC Stern 1900: Simon Slotta, Eddie Udeoka, Luis Driemel, Patrick Mattern (57. Leon Schulz), Toni Telle, Luca Rohr, Oliver Gantzberg (62. Florian Medrane), Nico Samuel Wobeser (81. Dennis Freyer), Marvin Özdal (62. David Vetter), Robert Schrade, Can Kilian Cakin (81. Daniel Sternberg) – Trainer: Andreas Thurau
Schiedsrichter: Toni Bauer (Joachimsthal) – Zuschauer: 250
Tore: 0:1 Oliver Gantzberg (43.), 0:2 Florian Medrane (82.)

„Für das „Abenteuer Oberliga“ hätten wir uns kaum einen besseren Start ausmalen können.“
Sichtlich erschöpft, aber vor allem auch zufrieden und stolz zeigte sich Gäste-Trainer Andreas Thurau im Gespräch mit einigen Fans beider Teams nach dem Spiel.
In freundschaftlicher, beinahe harmonischer Atmosphäre auf der schönen Sportanlage am Gartenweg hatte seine Mannschaft soeben die ersten drei Oberliga-Punkte der Vereinshistorie erspielt.
Die Videoanalyse der vergangenen Woche hatte sich gelohnt, die taktischen Vorgaben der Trainer Thurau und Slotta ihre Wirkung gezeigt.

Von Beginn an zeichnete sich ein klares Bild ab, das sich zu keinem Zeitpunkt des Spiels ändern sollte.
Die berlinweit beste Defensive der abgelaufenen Saison stellte den MSV Pampow im Spielaufbau vor große Probleme. Die Grundordnung des SFC offenbarte keine Lücke, um eine alternativen Matchplan zu entwickeln. Das Mittel der Wahl, lange Bälle, verhalf den Hausherren in 90 Minuten zu einem einzigen Torschuss in der 31. Minute, den Torhüter Simon Slotta ohne große Probleme parieren konnte. In der 43. Minute brachte Oliver Gantzberg die Gelb-Blauen durch einen Kopfball in die längst überfällige Führung.

Im zweiten Durchgang hatte der Gastgeber dann rein optisch etwas mehr Kontrolle über die Geschehnisse – ein „Plan B“ war dennoch nicht zu erkennen und so änderte sich auch nichts an der fehlenden Torgefahr.
Nach einem unnötigen Ballverlust in der 82. Minute sahen die rund 250 Zuschauer dann den die Niederlage besiegelnden zweiten Streich durch Florian Medrane.
Vor allem fehlte es den Piraten, begünstigt durch den Umbruch im Sommer, noch an der nötigen Abstimmung um das eingespielte Team der Gäste vor ernsthafte Probleme zu stellen.
MSV-Trainer Ronny Stamer resümierte: „Der Gegner hat es gut gemacht. Wir hingegen konnten uns vorn keine richtige Chance erarbeiten. Offensiv müssen wir an unserem Spiel noch einiges ändern.“ Außerdem bemängelte er das Zweikampfverhalten seines neu formierten Teams, das auch in diesem Aspekt klar unterlegen war.

Am zweiten Spieltag (Sonntag, 23.08., 13:30) geht es für die Sterner im Steglitz-Zehlendorfer Bezirksderby gegen die „kleine Hertha“, die Säbelträger aus Pampow reisen am selben Tag zu Victoria Seelow (Anpfiff 14:00).