Viertelfinale!

Robert Schrade setzt sich kurz nach Spielbeginn gegen drei Verteidiger durch und wird im Strafraum gelegt. (Foto: Lehner)

AOK-Pokal: B.W. Hohen Neuendorf – SFC Stern 1900 1:2 (1:2)

Ein am Ende hart erkämpfter, knapper 2:1-Sieg beim Bezirksligisten bringt die Sterner ins Pokal-Viertelfinale!

Robert Schrade holte zu Beginn einen Elfmeter heraus und verwandelt ihn kurzerhand selbst. Da schrieb man erst die fünfte Minute. Was sollte da schon noch schiefgehen?

Der Weg zu einem ungefährdeten Einzug ins Viertelfinale des AOK-Pokals schien geebnet. Allerdings hätte man aufgrund der vergangenen Wochen nach dem Motto “Pleiten, Pech und Pannen” gewarnt sein sollen. Wie häufig hatte man schon komfortabel in Führung gelegen? Insofern schrillten dann in der 23. Minute die Alarmglocken, als Hohen Neuendorfs Dennis Behrendt zum vielumjubelten Ausgleich für den Bezirksligisten traf.

Das Publikum der Gastgeber jubelte frenetisch! Überhaupt herrschte in einem der schönsten Sportanlagen Berlins bzw. dessen Umgebung eine fabelhafte Stimmung bis zum Schluss. Den Hohen Neuendorfern wäre es wirklich zu gönnen gewesen! Aber alles der Reihe nach.

Heute wollten die Sterner doch offenbar endgültig ein lang vorherrschendes Muster brechen. Mustergültig bedient durch Rici Bokake-Befonga über die linke Angriffsseite der Sterner erzielten diesmal die Sterner praktisch im Gegenzug die erneute, knappe Führung. Marvin Özdal, wieder ungefähr vom Punkt aus unhaltbar für Heim-Keeper Timo Kopmann.

Waren damit die Kräfteverhältnisse geradegerückt? Schließlich spielte hier ein Oberligist gegen einen Bezirksligisten! Aber das war für die restliche Partie keineswegs immer klar erkennbar. Im Gegenteil: Man muss den Gastgebern ein Kompliment aussprechen, sie kämpften bis zum Schluss, und sogar häufig absolut auf Augenhöhe!

Im zweiten Durchgang hatten die Gastgeber sogar mehrmals die Möglichkeit zum Ausgleich, und das wäre vielleicht sogar verdient gewesen. So wurde das Match gegen Ende für die Sterner noch einmal zur echten Zitterpartie. Sei’s drum, Hauptsache eine Runde weiter, und das Muster wurde -wie gesagt- durchbrochen. Mal sehen, was von dem neuen Selbstvertrauen, dass es besser laufen kann, in die Partie gegen Blau-Weiss 90 nächsten Samstag im Volkspark Mariendorf hinübergerettet werden kann … wenn die Partie denn überhaupt stattfindet. Wir drücken fest die Daumen, in jeder Hinsicht.