2. Frauen: Zweiter Punktspielsieg in Folge

Punkt: 10.02.2022 FC Internationale – SFC Stern 1900 II  1:2 (0:1)

Härtel – Schlanser, Pricelius, Faulhaber, Cuenca Bautista – Dewjatkina, Schröder – Hartmann (76. Roth), Krömer, Hartwig – Linke (76. Hurst)
Nicht eingesetzt wurden: Somorowski (ETW), Holzhauer, Rohrbach, Rooß, Vogel

SR: Gholam-Reza Sorkhi (SV Süden 09)

Tore: 0:1 (33.) Suni Hartmann, veredelt einen abgeblockten Schuss von Vero Dewjatkina; 0:2 (59.) Suni Hartmann nach Ablage von Nicola Linke; 1:2 (86.) Unberechtigter Foulelfmeter

Gelbe Karte: 85. Ursula Schlanser (Taktisches Foul)

Donnerstag, 20 Uhr, Flutlicht, Nachholspiel. 4 Tage nach unserem wichtigen Sieg zum Start der Rückrunde gegen Lichtenberg 47 stand ein Nachbarschaftsduell an, welches die Hinserie beendete. Nachbarschaft ist es eh, wenn sich Vereine aus Schöneberg und Steglitz duellieren, diesmal aber auch tabellarisch, da beide vor dem Anpfiff punktgleich und mit ähnlicher Tordifferenz dastanden. Trotzdem sahen wir die Gastgeberinnen als Favorit, da sie schon seit längerer Zeit in der Berlin-Liga mitmischen und uns da einige Erfahrung voraushaben.

Unser Team hatte Anstoß und nach ca. 20 Sekunden den ersten Torschuss. Emilia Hartwig zielte zu zentral, sonst hätte das eventuell schon eine frühe Führung bedeuten können. Es entwickelte sich ein Match mit hohem Tempo und guter Intensität, allerdings zunächst ohne echte Abschlüsse und eher zwischen den Strafräumen. Hier und da waren wir etwas zu hektisch und spielten nicht präzise genug, so dass unsere Kontrahentinnen mehr Ballbesitz und ein optisches Übergewicht hatten. Die nächste Chance war wieder für unsere Farben (20. Minute), als die gegnerische Torfrau einen Rückpass mit den Händen aufnahm und auf indirekten Freistoß im Sechzehner entschieden wurde. Vielleicht hatte sie sich verguckt, denn bei dem gelblichen Fluchtlicht am Vorarlberger Damm 38 waren unsere gelben Trikots und die weißen Hemden von Inter manchmal echt schwer auseinander zu halten. Spielte jedoch keine Rolle, da wir die gute Gelegenheit kläglich herschenkten. Die Heimelf rannte weiter an, wurde gut wegverteidigt und so kamen entweder Fernschüsse auf unseren Kasten, die für Toni Härtel kein Problem darstellten oder Kopfbälle nach Ecken, die das Gehäuse aber verfehlten. Wir beschränkten uns jedoch nicht nur auf gute Defensivarbeit, sondern spielten ebenfalls situativ nach vorn und gingen nach etwas mehr als einer halben Stunde in Führung. Vero Dewjatkina schoss, traf dabei unsere Stürmerin Nicola Linke, so dass der Ball in Richtung Suni Hartmann abgefälscht wurde und Suni netzte mit sattem Abschluss ins lange Eck. Bis zur Pause passierte auf beiden Seiten nichts erwähnenswertes mehr und zum zweiten Abschnitt erwarteten wir noch aktivere Gastgeberinnen. Unsere Einschätzung wurde bestätigt, aber weiterhin gelang es uns, ihnen keine klaren Torchancen zu ermöglichen, auch wenn Toni Härtel teilweise etwas mehr von ihrer Klasse auspacken musste, um die Distanzversuche zu parieren, z.B. in der 58. Minute. Eine Minute später bewahrheitete sich die alte Fußballfloskel „wenn du vorne die Dinger nicht machst…“. Ein starker Pass von Krissi Krömer auf Nicola Linke, die sich sehr gut behauptete, auf Suni Hartmann ablegte und Suni schnürte mit unhaltbarem Schlenzer über die Schlussfrau ihren Doppelpack!

Es verging eine Viertelstunde ohne nennenswerte Möglichkeiten auf beiden Seiten, dann startete Inter die Schlussoffensive mit zwei Chancen (77. und 81.), die wir mit vielen Beinen bzw. einer starken Parade von Toni abwehren konnten. Dazwischen klatschte eine Ecke noch an unseren Querbalken, Toni war aber auch hier zur Stelle, falls der Ball tiefer gekommen wäre (79. Minute). Unsere Mädels spielten in dieser Phase unsere Entlastung nicht gut genug aus und plötzlich sorgte der Schiedsrichter für zusätzliche Spannung. Was war geschehen? Ein Pass auf eine Interakteurin (abseitsverdächtig?!) kam durch und Ursel Schlanser wollte sie mit einem Griff an die Schulter taktisch foulen. Sie dribbelte aber kontrolliert in unseren Strafraum hinein und legte sich dann den Ball etwas zu weit vor. Toni Härtel spielte klasse mit, schnappte sich die Kugel und die Spielerin fiel über unseren am Boden liegenden Keeper. Es folgte der gut zu hörende aber unverständliche Elfmeterpfiff. Auf die Frage, was daran ein elfmeterwürdiges Foul war, wurde vom Unparteiischen erläutert, dass der Schulterzupfer von Ursel (außerhalb des Strafraums) die Spielerin aus dem Tritt brachte, so dass sie im Sechzehner stürzte. Was dann allerdings immer noch ein Freistoß und kein Elfmeter gewesen wäre. Die Übeltäterin wurde auch einwandfrei identifiziert, als er Ursel den gelben Karton zeigte, auch wenn er stattdessen später Nicki Schröder, die mit der ganzen Szene nichts zu tun hatte, in den Spielbericht mit gelb eintrug. Inter nutzte das Geschenk, wechselte 2 frische Kräfte ein und versuchte alles, doch wir blieben aufmerksam und hielten uns inklusive der vierminütigen Nachspielzeit schadlos. Drei Punkte, die sich richtig gut anfühlen, erstmalig in der Berlin-Liga 2 Siege hintereinander und sogar seit 3 Partien ungeschlagen. Am Wochenende sind wir das spielfreie Team, unsere nächste Begegnung ist somit ein Heimspiel am 20.02. (Anpfiff 13:30 Uhr), wenn wir abermals auf den FC Internationale treffen.