2. Frauen: Kopfball Krissi Krömer?!

Punkt: 27.02.2022 SV Rot-Weiß Viktoria Mitte – SFC Stern 1900 II  0:3 (0:1)

Somorowski – Armanious, Faulhaber, Schultz, Kleinfeld – Wöbke (63. Roth), Dewjatkina – Ibrisevic, Krömer (85. Shapiro), Hartwig (46. Linke, 54. Härtel) – Schröder (85. Cuenca Bautista) 

SR: Justin Gräfer (B.W. Berolina Mitte)

Tore: 0:1 (6.) Nicki Schröder nach Pass von Krissi Krömer; 0:2 (46.) Krissi Krömer per Kopf nach Flanke von Nicki Schröder; 0:3 (71.) Vero Dewjatkina, direkter Freistoß

Nachdem unsere Partie gegen FC Internationale in der Vorwoche coronabedingt ausfiel, trafen wir diesmal auf RW Viktoria Mitte. Beide Teams begegneten sich in der Vergangenheit immer wieder auf Augenhöhe und auch diesmal sprachen die Vorzeichen dafür, nicht nur aufgrund des Remis beim Hinspiel. RW ging mit einem Punkt Vorsprung in das Duell und legte gleich offensiv los, verfehlte aber den von Emma Somorowski erstmalig in der Berlin-Liga gehüteten Kasten zweimal deutlich. Genau in diese Offensivbemühungen schlugen wir eiskalt zu. Ein starker Pass von Krissi Krömer auf Nicki Schröder, die ein kurzes Zögern von Abwehrspielerin und Torhüterin ausnutzte und uns früh in Führung brachte. Im weiteren Verlauf der ersten Halbzeit gelang es uns immer besser, die gegnerischen Angreiferinnen aus den gefährlichen Räumen fern zu halten, so dass Torschüsse entweder daneben gingen oder von Emma Somorowski sicher gehalten werden konnten. Selber schlossen wir gute Gelegenheiten nicht druckvoll und präzise genug ab oder scheiterten an Abwehrbeinen. Dennoch netzten die Rothemden (38. Minute), doch zu unserer Erleichterung traf der Schiedsrichter völlig korrekt die Abseitsentscheidung. Mit einem knappen Vorsprung ging es also in die Pause und direkt nach dem Wiederanpfiff erzielten wir den zweiten Treffer. Eine abgeblockte Flanke fiel vor die Füße von Nicki Schröder, die sofort in Richtung zweiten Pfosten flankte, die Viktoria-Torfrau verschätzte sich und Krissi Krömer KÖPFTE den Ball in Richtung Tor. Wenn niemand von der Heimelf einen Rettungsversuch unternommen hätte, wäre die Kugel über die Torlinie geflogen. Wenn die Kapitänin bei ihrem Rettungsversuch danebengetreten hätte, wäre das Runde ins Eckige geflogen. Wenn sie das Spielgerät richtig getroffen hätte, hätte sie es kurz vor der Linie weggeschlagen. Aber sie streifte den Ball nur und bugsierte ihn die letzten Zentimeter ins Netz. Für den Schiedsrichter Grund genug, diesen Zähler als Eigentor zu werten, für uns bleibt es das ERSTE Kopfballtor in der Fußballkarriere von Krissi Krömer!

Dieser Start zeigte beim Team aus Mitte Wirkung, leider auch auf unerfreuliche Art, als eine Spielerin doch schon sehr heftig gegen die zur 2. Hälfte eingewechselte Nicola Linke eingrätschte (48.). Zwar traf sie zuerst den Ball, dann aber auch den Fuß und nach einiger Behandlung mussten wir erneut wechseln (54.) und brachten unsere andere Torfrau, Toni Härtel, als Stürmerin aufs Feld. Die Untersuchungen dauern noch an, hoffen wir, dass es keine schlimmere Verletzung ist. Gute Besserung, Cola!

Wir bekamen das Geschehen immer besser in den Griff, hatten Pech, als Krissi Krömer nur den Innenpfosten traf (58. Minute) und ließen nur eine einzige Großchance zu, als Emma Somorowski einen Schuss zunächst nur prallen lassen kann, aber sofort beim Nachschuss zur Stelle war. Schließlich machte Vero Dewjatkina mit einem sehenswerten Freistoß aus 30 Metern den Deckel drauf und unser dritter Sieg in Serie war perfekt. In der Schlussminute hatten die Rot-Weißen dann Glück oder Geschick, das Nachtreten ihrer Spielerin gegen Yasmin Shapiro streifte das Ziel nur und fand im Rücken des Unparteiischen statt, sonst hätte es hier noch eine glatte rote Karte geben müssen.

Mit mittlerweile 10 Punkten Vorsprung auf den Abstiegsplatz war unser Erfolg ein wichtiger Schritt in Richtung Klassenerhalt, aber es sind noch 10 Partien zu absolvieren. Die Nächste am Sonntag, 06.03.2022, gegen den Tabellenzweiten, FC Hertha 03. Anpfiff auf dem Sterner ist um 15:30 Uhr. Dort wird Paula Wöbke nicht mehr dabei sein, die im Rahmen ihres Studiums zu einem Auslandssemester aufbricht und die wir zu Beginn der Saison 22/23 wiedersehen werden. Alles Gute bis dahin!