3. Frauen: Starker Auftritt beim Tabellenführer

Fast das gesamte Team auf einen Blick.

Punktspiel: 26.03.2022 SV Blau-Gelb – SFC Stern 1900 III  2:0 (1:0)

Zickuhr – Shapiro, Rehländer, Anne Bublitz – Pogriebnaja, Diedenhofen

SR: Klaus Brüning (SFC Friedrichshain)

Tore: 1:0 (16.) Pass in die Spitze rollt ins Tor; 2:0 (40.) Halb Schuss, halb Flanke ins Netz

Heute reiste unser Team nach Weißensee zum Tabellenführer und es müsste schon mit der Wettmafia zugehen, wenn der SV Blau-Gelb nicht 7er-Landesliga-Meister werden würde. Bisher spielen die Blau-Gelben eine makellose Meisterschaft, jedes Spiel wurde gewonnen, und auch im Pokalwettbewerb stehen sie im Finale.  Angesichts ihrer Tordifferenz von 71:2 wurde uns schon etwas bange, zumal wir teils kurzfristige Ausfälle zu verkraften hatten, nur zu sechst antreten konnten und mit Jani Zickuhr eine Feldspielerin in Tor stellen mussten. Allerdings waren die Gegnerinnen auch nicht in absoluter Bestbesetzung, ihre beiden erfolgreichsten Torschützinnen fehlten auf dem Spielberichtsbogen. Mit diesem Hoffnungsschimmer ging es in die Partie und unser Team setzte die Vorgaben von Ersatztrainer Jens Freikowski, Chef Werner Maass war verhindert, gut um, trat der Unterzahl mit viel Laufbereitschaft entgegen und strahlte echte Freude aus. Wir hatten sogar die erste Torchance, doch Gnomi Pogriebnaja lupfte den Ball knapp über die Latte (6. Minute). Es gelang uns, keine großen Möglichkeiten der Gastgeberinnen zuzulassen und nur einmal musste Jani Zickuhr mit tollem Reflex einen Schuss ernsthaft abwehren (12.). Was dann folgte, war irgendwie Slapstick. Ein Schnittstellenpass auf eine Angreiferin und Jani positionierte sich in Erwartung des Abschlusses. Doch die Spielerin schlug ein Luftloch, daher rollte der Pass einfach weiter und über unsere Torlinie. Bis zur Halbzeit verteidigten wir weiter gut und setzten immer wieder Nadelstiche, zielten aber knapp vorbei oder kamen den berühmten „halben Schritt“ zu spät.

Der Halbzeitstand sorgte jedenfalls für gute Laune, aber uns war klar, dass die Kräfte schwinden würden, zumal einige nach Krankheit und Verletzung kaum oder sogar noch gar nicht trainiert hatten. Das Team arbeitete bravourös, doch zehn Minuten nach dem Wiederanpfiff mussten wir den zweiten Treffer hinnehmen. Wollte sie schießen, wollte sie flanken? Eine gelernte Torfrau hätte diesen Einschlag vermutlich vereiteln können, dies soll die Leistung von Jani aber keineswegs schmälern. In der Schlussphase wollte der Tabellenerste seinem Motivationsschrei vom Spielbeginn „Flach spielen… hoch gewinnen!“ weitere Taten folgen lassen, doch immer wieder war eines unserer Abwehrbeine dazwischen und es war toll, dass sich die Mädels über diese gelungenen Aktionen freuten und sich anfeuerten. Zehn Minuten vor dem Ende wechselte Line Rehländer ins Tor und Jani ging ins Feld, da sich irgendetwas bei Line ausgerenkt hatte und nicht wieder zurückspringen wollte. Doch 120 Sekunden später rief Line freudestrahlend, dass es sich bei irgendeiner Bewegung wieder eingerenkt hatte und die beiden tauschten ihre Positionen erneut. Schließlich war die Begegnung vorbei und wir gingen mit einem sehr achtbaren Ergebnis und einem tollen Auftritt aus diesem Vergleich. Dies war eine Niederlage, über die man nicht grübeln muss. Vielmehr kann jede stolz auf ihre eigene Leistung und die Leistung des Teams sein!