Ab der Gelbroten Karte läuft’s

Stern holt gegen starke Charlottenburger ein 1:1

Die Erste des SFC Stern 1900 hat im ersten Berlin-Liga-Spiel nach der Ära Kai Brandt einen Achtungserfolg erzielt. Mit Co-Trainer Mario Langner an der Seitenlinie rangen die Gelbblauen einem vor allem in der ersten Hälfte auffallend starken SC Charlottenburg ein 1:1 (0:1) ab. Kai Hörschlein brachte die Gäste in Führung (13.), Lukas Rohana glich in der 61. Minute aus.

Oliver Gantzberg hatte den Siegtreffer auf dem Fuß.

Der SC Charlottenburg legte los wie die Feuerwehr, folgerichtig gelang dem Team aus dem Nachbarbezirk der Führungstreffer. „Nicht weil wir in dem Moment nicht auf der Höhe waren, sondern weil die das richtig gut gemacht haben“, sagte Mario Langner nach dem Spiel. Ball in die Tiefe, quergelegt und abgeschlossen, so brachte Sterns Co das Tor von Hörschlein auf den Punkt.

Mario Langner (l.) beobachtet das Duell der Kapitäne.

Obwohl die Gäste durchaus eindrucksvoll den Beweis antraten, zurecht in der Spitzengruppe der Liga zu stehen, war Langner mit der ersten Hälfte nicht ganz zufrieden. „Wir hatten keinen Zugriff“, monierte er. Das änderte sich nach dem Seitenwechsel, kurioser Weise genau dann, als Omar Hajjaj wegen wiederholten Foulspiels mit gelbrot vom Platz musste (57.). Vier Minuten später glich Rohana nach klugem Zuspiel von Can Cakin aus, als er aus neun Metern überlegt die Kugel in die lange Ecke packte. „Ab da lief es“, so Langer.

Lukas Rohana (l.) markierte den Ausgleich für die Steglitzer.

Trotz Unterzahl hätte sein Team die Partie sogar gewinnen müssen. Zweimal Kapitän Florian Medrane und einmal Oliver Gantzberg ließen aber beste Torchancen ungenutzt. Am Ende zeigte sich Langner dennoch zufrieden. „Ich bin stolz auf die Mannschaft, weil sie sich als solche präsentiert und Willen, Herz und Charakter gezeigt hat. Der Punkt ist am Ende okay.“

Mit Haken und Ösen wurde gekämpft, am Ende stand eine gerechte Punkteteilung.

Gar nicht okay war für Langner die Ampelkarte für Medrane kurz vor Schluss. „Die für Omar kann man geben, die für Flo ist eine Frechheit“, sagte er. „Zuvor sieht er gelb, weil er darauf hinweist, übel von einem Gegenspieler beleidigt worden zu sein. Dann begeht er in der 89. sein erstes Foul und muss runter. Dass die Schiedsrichter später ihren Fehler zugegeben haben. Hilft uns jetzt auch nicht mehr.“

Mit dem Punkt sind die Sterner am Ziel vorbeigeschrammt, vor der Winterpause noch alle Spiele zu gewinnen. Der Auftritt schürt aber die Zuversicht, dass das aber zumindest für die restlichen Partien noch klappen könnte.  


Fotos: Ralf Seedorff

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