Dominant, ohne zu glänzen – 0:0 gegen den Berliner SC

Der SFC Stern 1900 kommt vor heimischer Kulisse trotz zahlreicher hochkarätiger Möglichkeiten nicht über ein Remis hinaus

Von Beginn an übernahm Stern die Kontrolle. Schon in der ersten Viertelstunde suchten Nico Wobeser, Eddie Udeoka und Luca Rohr ihr Glück aus der Distanz. Immer wieder setzten die Sterne auch über die Flügel Akzente: Oliver Gantzberg und Leon Krost auf der rechten Seite sowie Ibo Keita links kamen mehrmals durch, doch mal fehlte im Zentrum der Vollstrecker, mal war der Pass in die Mitte zu ungenau.

War nicht zu halten: Ibo Keita.

Die beste Chance vor der Pause hatte Nicolas Fäßler, der sich in der 37. Minute stark gegen zwei Gegenspieler durchsetzte, den Ball aber frei vor dem Tor verzog. Trainer Kai Brandt, eh auffällig aktiv an der Seitenlinie, raufte sich die Haare, konnte es nicht fassen. Kurz darauf bewahrte Keeper Boyo Dickersbach seine Mannschaft vor dem Rückstand, als er einen Kopfball am langen Pfosten spektakulär parierte.

Oliver Gantzberg machte wieder ein gutes Spiel, hatte aber das Visier nicht richtig eingestellt.

Nach dem Seitenwechsel drängte Stern noch stärker auf die Führung. Besonders Ibo Keita drehte jetzt auf, war fast an jeder Offensivaktion der Sterne beteiligt. Fast hätte er sich schnell nach Wiederanpfiff auch für seinen Fleiß belohnt. Nach einem herrlichen Pass von Luca Rohr lief er alleine auf BSC-Torwart Tom Köster zu, doch der schloss rechtzeitig die Beine und parierte. Brandt nach dem Spiel: „Den muss er natürlich machen.

Schnelles Zuspiel von Coach auf Capo: Kai Brandt war auffällig aktiv am Spielfeldrand.

Später setzte Keita noch Gantzberg mit einer perfekten Flanke ein, doch auch dessen Kopfball ging knapp vorbei. Auch der eingewechselte Nizar Jouini scheiterte aus spitzem Winkel am Keeper – erneut hatte Keita serviert.

Schiedlich, friedlich – die Partie war rassig, aber stets fair.

Am Ende blieb es trotz Überlegenheit beim 0:0. Kurz nach dem Abpfiff wusste Brandt noch nicht so recht, was er davon halten sollte. „Ich bin hin- und hergerissen. Wenn man solche Möglichkeiten ungenutzt lässt, kann man kein Spiel gewinnen. Auf der anderen Seite freuen mich der dominante Auftritt und die Null hinten schon. Ich muss das erstmal sacken lassen.“  


Fotos: Ralf Seedorff

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