Der Spielplan will es so: Der SFC gastiert heute beim SV Empor und am Freitag bei Türkspor
Mit dem 2:1-Heimsieg gegen den SC Staaken im Rücken reist der SFC Stern 1900 am heutigen Mittwochabend (19 Uhr) zum SV Empor Berlin. Die Aufgabe in Prenzlauer Berg gilt als echter Härtetest – und gleichzeitig als erste Etappe einer englischen Woche, die mit dem Duell bei Türkspor Berlin am Freitag die nächste schwere Auswärtshürde bereithält.

Trainer Kai Brandt sah seine Mannschaft gegen Staaken über weite Strecken stark, auch wenn die Schlussphase zu passiv geriet. „Am Ende hätten wir uns das Leben leichter machen können“, fasste er zusammen. Der Dreier war dennoch verdient und brachte wichtige Ruhe in den Alltag an der Schildhornstraße.

Nun wartet Empor – ein Gegner, der nach einem schwachen Start zuletzt ein kräftiges Lebenszeichen setzte. Mit 5:2 fegte die Elf von Trainer Yannick Hoechst ausgerechnet den hohen Favoriten Blau-Weiß 90 vom Platz. Vor allem Quentin Albrecht zeigte dabei wieder einmal, warum er seit Jahren zu den gefährlichsten Stürmern der Liga zählt: Drei Treffer! Ihn auszuschalten, dürfte eine der Hauptaufgaben für die Sterne-Defensive sein. „Empor ist immer eine harte Nuss“, weiß auch Brandt, „und mit einem Topstürmer wie Albrecht vorne drin musst du jederzeit hellwach sein.“
Der Matchplan steht, auch wenn Angriffspersonal fehlt
Stern geht die Partie mit leichten Sorgen in der Offensive an. Hamid Sen fällt weiter aus, Oliver Gantzberg steht aus beruflichen Gründen nicht zur Verfügung. „Wir müssen schauen, wie wir das vorne lösen“, sagt Brandt, der aber betont: „Grundsätzlich haben wir alle Spieler an Bord und werden ein, zwei Veränderungen in der Startelf vornehmen.“

Taktisch deutet sich an, dass die Sterne nicht nur reagieren, sondern ihr Spiel auch in der Fremde durchdrücken wollen. „Wir werden Vollgas geben und versuchen, unseren Matchplan umzusetzen“, so Brandt. Ziel ist klar: drei Punkte in Prenzlauer Berg und am Ende der englischen Woche ungeschlagen zu bleiben.

Dass der BFV den Spielplan mit einem Mittwoch- und einem Freitagsspiel gespickt hat, sorgt bei den Amateuren für Kopfschütteln. „Manchmal fragst du dich schon, was sich der Verband dabei denkt“, sagt Brandt, „aber wir nehmen es an, wie es ist. Am Ende zählt, dass wir gegen Empor bestehen und uns eine gute Ausgangsposition schaffen.“
Der Ball rollt ab 19 Uhr im Friedrich-Ludwig-Jahn-Sportpark
Fotos: Ralf Seedorff
