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Spielbericht

 

So. 17.03.2019 12:45 Uhr/Sterner/1.Herren/Berlin-Liga

SFC Stern 1900 - SV Sparta Lichtenberg 1:3 (1:1)

Mattern scheitert vom Punkt an Torhüter Kossahn! Sterner verabschieden sich vorerst von der Spitze!

 

 sanid

Ihn hatten sie heute zunächst im Griff: Spartas Spielmacher Sanid Sejdic, attackiert von drei Sternern, links Mattern, Mitte Wobeser, rechts im Bild Grabow! Sanids Tore waren heute (im Gegensatz zur Hinrunde) NICHT das Entscheidende (Foto: Lehner)

Kurz nach 13 Uhr gab es heute zum ersten und zum letzten Mal aus Sicht der Sterner Grund zum Jubel: Tim Grabow hatte nach einer verhaltenen Anfangsphase endlich den Ball gegen die in der Vorwärtsbewegung befindlichen Lichtenberger erobert und schickte Dennis Freyer auf die Reise, der allein auf Torwart Kossahn zulief. Fast hatte man die Befürchtung, die Riesenchance wäre schon vertan, als plötzlich von links Maxi Hofmann einlief und den Pass von Freyer trocken versenkte. Ein Tor mit Köpfchen. Da hatten die Sterner klares Oberwasser und der Tabellenführer aus Lichtenberg, bisher eigentlich tonangebend, schien beeindruckt.

Und fast wäre es nicht nur mit dieser angenehmen Gemengelage, sondern sogar mit einer 2:0-Führung in die Pause gegangen, wenn nicht Hofmann & Co kurz vor dem Pfiff eine überragende Chance in Überzahl liegen gelassen hätten und der unmittelbare Gegenzug der Lichtenberger (Demiryürek, 42.) zum Ausgleich geführt hätte. Der berühmte psychologisch (un-)günstige Zeitpunkt, je nach Perspektive.

Aber eigentlich gab es für die Sterner trotzdem gute Gründe, optimistisch aus der Kabine zu kommen, und einfach erfolgreich weiter zu spielen. Eddie Udeoka war schon mehrfach über links seinem Gegenspieler weggelaufen, und dann wurde er schließlich in der 67. Minute von den Beinen geholt. Strafstoß, bei dem Mattern antrat, der an Kossahn scheitert! Das war der Knackpunkt des Spiels. Denn wer hat es noch gesagt: "Es gibt keine gut oder schlecht geschossenen Elfer, nur solche, die drin sind oder nicht."

Der vergebene Elfer schockte die Sterner offenbar so, dass sie im Gegenzug den Führungstreffer der Lichtenberger hinnehmen mussten (Polster, 70.). Irgendwie vors Tor, mit Schmackes, Weiterleitung per Hacke, drin war er, der kurz zuvor eingewechselte Durim Elezi war auch beteiligt.

Danach stemmten sich die Sterner mit allem, was sie hatten gegen die Niederlage, aber wirkliche Großchancen gelangen nicht mehr, dagegen hätten die Lichtenberger ein- bis zweimal vorzeitig alles klar machen können, was dann erst, praktisch mit dem Schlusspfiff duch Ndjock in der 94. passierte.

Freilich gab es dann am Ende viele enttäuschte Gesichter der Sterner, wobei es sich wieder einmal gezeigt hat, dass im Fußball ein oder zwei Szenen, wie ein gehaltener Elfmeter oder ein Ballgewinn zur Entscheidung führen können, auch und gerade, wenn die Mannschaften sich auf Augenhöhe begegnen. Aber das ist eben der feine Unterschied, das eine Top-Mannschaft immer noch von einer Spitzenmannschaft unterscheidet, die wenigen wirklich wichtigen Szenen müssen für das eigene Team entschieden werden.

In jedem Fall verabschieden sich die Sterner nun endgültig erst einmal von der Tabellenspitze, an der 'nur' noch das Duo Sparta/Tasmania steht, allerdings stehen die Sterner nicht nur  mit Puffer nach oben sondern auch nach unten auf Platz 3, den es allerdings auch in den nächsten Wochen zu halten gilt.

 

Nachtrag: Dank Spreekick-Video wissen wir nun, die präsize Hereingabe zum vorentscheidenden Tor zum 1:2 kam in der Tat nicht von Elezi sondern von ... Sanid Sejdic. Von wem sonst.

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