Sa, 10.11.2018
SV Schmöckwitz-Eichwalde gg. SFC Stern 1900 --> 0:3

 

Da wir gerade sehr erfolgreich Fußball spielen, wollten wir auch am 7. Spieltag die nächsten 3 Punkte holen. Diesmal auswärts an der Berliner Stadtgrenze beim SV Schmöckwitz-Eichwalde. Die Schmöckwitzer Mädels spielen das erste Jahr auf dem Großfeld, aber dennoch wollten wir nicht zu selbstsicher auftreten, da man auswärts auch schnell unter die Räder kommen kann. Das Gelände ist ganz nett anzusehen mit einem guten Kunstrasenplatz, der definitiv kleiner als der heimische Sterner ausfällt. Die "StarGirls" waren gut drauf und so begannen wir auch.
 
 
Bis an den Strafraum spielten wir sehr guten Fußball. Im Strafraum allerdings versuchen wir noch zu oft einen Querpass zu spielen, anstatt direkt den Abschluss zu suchen. Dennoch dominierten wir das Spiel, Torchancen waren vorhanden, aber eine schnelle Führung ergab sich daraus leider nicht... Und das wäre mehr als verdient gewesen. Wir waren aber auch teilweise zu unaufmerksam. Mehrmals brachen wir über Außen durch die 4er-Kette des SVS, aber die Mitte rückte nicht entschieden nach, sodass das Tempo aus dem Spiel genommen werden musste. Der Geschwindigkeitsvorteil, den wir das gesamte Spiel über hatten, kam so überhaupt nicht zur Geltung und die Abwehr des SVS konnte bis kurz vor der Halbzeitpause alle Situationen klären. Unser letzter Angriff kurz vor dem Halbzeitpfiff brachte dann aber die Erlösung. Eine gute Kombination auf rechts und der anschließend in den 16er gebrachte Ball, bewirkte ein Durcheinander vor dem Schmöckwitzer Kasten, den Debi auszunutzen wusste. Sie hat im bisherigen Saisonverlauf einen sehr guten Torriecher bewiesen, stand auch hier wieder goldrichtig und bugsierte den Ball mit dem Knie über die Torlinie. 0:1, die Führung. Ein superwichtiger Treffer, denn anschließend wurde direkt abgepfiffen.

 

Die zweite Halbzeit begannen wir etwas verschlafener. Es schlichen sich einige Fehler in der Zuordnung ein und der SVS konnte etwas mehr den Ball behaupten. Dennoch hatten wir mehr Ballbesitz und spielten weiterhin direkt auf des Gegners Tor. Es waren knapp 10 Minuten in der ersten Halbzeit gespielt, als wir in der Offensive den Ball verloren und nicht schnell genug umschalteten. Jetzt wurde es brenzlig: Die Kapitänin vom SVS, die wir eigentlich gut im Auge behalten wollten, schnappte sich kurz vor der Mittellinie das Leder und war schneller mit als unsere Spielerinnen ohne Ball. Sie erreichte unseren 16er und legte sich den Ball blitzschnell auf ihren rechten Fuß, ließ damit unsere Verteidigerin aussteigen und versuchte aus mittig-rechter Position den Ball an unserer Torhüterin vorbei ins lange Eck zu schieben. Doch Leni im Tor reagierte genauso blitzschnell, In Handballtorwart-Manier klärte sie den Ball noch mit der Fußspitze des langen Beins und verhinderte gerade so den bereits sicher geglaubten Ausgleichstreffer. Wir gingen anschließend direkt in das Konterspiel und spielten einen grandiosen Pass in die Spitze, der Zoe auf die Reise schickte. Sie ließ mit ihrem Tempo die gegnerische Abwehr weit hinter sich und anschließend der Torhüterin ebenfalls keine Chance. Ein Tor der Marke Zoe. Eiskalt zum 0:2 aus Sicht des SVS eingenetzt. Jetzt war der Knoten geplatzt. Wir zeigten einige hervorragende Spielzüge, ließen den Ball gut durch die eigenen Reihen laufen, spielten abwechselnd über die Außen und hatten tolle Torchancen. In Minute 54 fasste sich unsere Spielmacherin Sophie ein Herz und zog aus ca. 19 Metern ab. Der Ball flog über die Torhüterin des SVS, die noch mit den Fingerspitzen rankam, aber letztendlich unser drittes Tor dadurch auch nicht verhindern konnte.

 

Jetzt nahmen wir etwas das Tempo raus, was dem SVS etwas mehr Raum zum Spielen ermöglichte, den sie auch nutzten. Jedoch war unsere Abwehr und auch Leni im Tor auf dem Posten. In der 58. Minute holte die SVS-Kapitänin nach einem Konter Sophia kurz vor dem gegnerischen Strafraum von den Beinen und kassierte dafür eine gelbe Karte. Sophia wäre sonst durch gewesen. War eine berechtigte gelbe Karte, wenn auch schon sehr dunkelgelb. Der anschließende Freistoß von Anna brachte die Torhüterin des SVS nicht wirklich in Bedrängnis, musste den hart getretenen Ball aber abtropfen lassen. Es gab noch ein klares Handspiel im 16er des SVS. Alle, wirklich alle, warteten auf den fälligen Elfmeter-Pfiff des Schieris. Das Spiel kam für einige Sekunden zum Stillstand, da der Pfiff aber ausblieb, versuchten wir aus der Situation das Beste zu machen, was aber leider zu nichts führte. Ein weiteres Tor wäre auch etwas zu viel gewesen, da der SVS eine gute Mannschaft mit starken Spielerinnen hat und sie einige Torchancen hatten, die aber unser Abwehrverbund alle klären konnte.

 

Sonst passierte nicht mehr viel und durch den 6. Sieg in Folge standen wir für eine Nacht erstmal auf Platz eins der Tabelle. Lichtenberg revidierte dies am nächsten Tag, da sie zu Hause die punktgleiche Berolina aus Mitte mit 2:0 schlugen. Wir führen die Tabelle nun punktgleich mit Lichtenberg an, das bessere Torverhältnis bedeutet für L47 die Tabellenführung.