Sa, 16.03.2019
1. FFV Spandau/SC Siemensstadt gg. SFC Stern 1900 --> 2:1

 

Unser Start in Rückrunde verlief etwas holprig. Wir mussten bei SpaSie antreten und fanden uns erstmal vor verschlossenen Toren wieder. Der Platzwart taucht am Platz an der Ruhlebener Str. erst eine Stunde vor dem Spiel auf und vorher hat dort kein Spiel stattgefunden. Als wir den Platz betraten, wussten wir auch warum. Das war mitunter, wenn nicht sogar DER grauenhafteste Platz, den wir bis dato gesehen haben. Auf der kompletten Fläche war Sand verteilt und der Platz war von den Abmessungen her eher geeignet für ein 9 vs. 9. Ja, wir sind etwas verwöhnt vom heimischen Sterner. Aber selbst der Platz am Immenweg ist dagegen in einem hervorragenden Zustand. Dass dieser Platz für offizielle Punktspiele zugelassen ist, kann ich nicht nachvollziehen. Des Weiteren war mal wieder kein Schieri angesetzt und… es regnete in Strömen. Ein herrlicher Tag also. Da ich alleine war, habe ich darum gebeten, ob jemand von SpaSie pfeifen kann. Ein Fehler… wie sich im Laufe des Spiels herausstellte.

 

Wir kamen zu Beginn gar nicht ins Spiel. Die Mädels hatten eindeutig Schwierigkeiten bei den knappen Platzmaßen ins gewohnte Kombinationsspiel zu finden. SpaSie spielte ein starkes Pressing, mit dem wir zu Beginn Probleme hatten. Dennoch kamen wir über die Außen gut ins Spiel. Sophia setzte sich nach 5 Minuten gut über Außen gut durch und wurde an der Strafraumgrenze, aber eindeutig innerhalb, von den Beinen geholt. Schieri pfeift, sagt nichts, zeigt aber mit der Hand an den „Ort des Verbrechens“… ich rufe ihm zu: „Schieri, das war eindeutig innerhalb!“ Er zögert… Eine Spielerin kommt aus der Mitte des Strafraums angelaufen und sagt: „war nicht innerhalb.“ Der Schieri daraufhin „Ja, war nicht innerhalb.“ Unglaublich. Also, ein Freistoß an der Strafraumgrenze, der dann nichts einbrachte. Anschließend ging SpaSie durch einen kuriosen Ballverlust unsererseits in Führung. Allgemein sahen wir in dieser Situation nicht wirklich gut aus. Sehr ungeordnet. Wir versuchten anschließend das Spiel unter Kontrolle zu bringen… Aber wir konnten auf diesem Miniplatz nicht wirklich Ordnung ins Chaos bringen. Des Weiteren gab es sehr fragwürdige Abseitsentscheidungen und die Zweikämpfe wurden sehr hart von Seiten der Spandauer geführt… In vielen der Zweikämpfe wurde die offene Sohle über den Spielfuß gehalten. Irgendwann war es mir dann zuviel und mein lautstarkes Monieren dieses Zustandes wurde vom „Schieri“ mit den Worten abgetan „Hab ich nicht gesehen!“. Davon abgesehen hätte man es hören MÜSSEN, denn Schuhsohle auf Spann ist doch ein sehr markantes Geräusch. SpaSie machte dann noch das Tor zur 2:0-Führung. Meiner Meinung nach Abseits… Aber der „Schieri“ hat es bestimmt nicht sehen können. Denn laut seiner eigenen Auskunft in der Halbzeitpause waren viele der Aktionen "verdeckt"… Hm ja, is klar. Doch wir wurden besser, fanden zu unserem Spiel und erarbeiteten uns Chancen. Ein Laufpass auf Zoe, die den Ball elegant mit der Sohle an der herauseilenden Torhüterin vorbei spielte, sich den Ball nochmal auf rechts legte, eine Verteidigerin ins Leere laufen ließ und abzog. Die zur Linie eilende Verteidigerin konnte den Ball zwar berühren, aber auch nichts mehr retten. Der Anschlusstreffer zum 1:2. Kurz danach ertönte der Pausenpfiff.

 

In der zweiten Halbzeit spielten wir geordneter, störten SpaSie früher und hatten wesentlich mehr Spielanteile. Dennoch war es für die Sterner weiterhin schwierig auf diesem Platz ins gewohnte Passspiel zu finden. Wir erarbeiteten uns aber Chancen und setzten SpaSie zunehmend unter Druck. Dennoch fehlt uns im Abschluss manchmal das Auge für den richtigen Moment. So versuchen wir oftmals den Ball ins Tor zu tragen oder verpassen den Moment und spielen erneut quer. So auch in zwei Situationen, in denen wir den tiefen Pass in die Schnittstelle spielten und anstatt direkt den Abschluss zu suchen, versuchen die Torhüterin auszuspielen. In der einen ist Zoe nicht mehr einzuholen und die Torhüterin rutscht mit beiden Beinen voraus in Zoe hinein, trifft sowohl Ball als auch Beine… „Schieri pfeift, ich ging davon aus, dass wir nun richtigerweise den Elfmeter bekommen. Aber stattdessen: Freistoß für SpaSie!!! Wieder eine Fehlentscheidung. Zu unseren Ungunsten. So ging es munter weiter… die Torhüterin muss den Ball für den Abstoß holen, der gegnerische Trainer wartet bis der Ball liegt und wechselt dann… hm. Ok. Zeitspiel. Kann man so machen. Muss man aber nicht. Völlig unverständlich die Aktion des „Schiedsrichters“ . Dieser wartet bis die Auswechslung erfolgt ist, schlendert dann entspannt zur Seitenlinie, nimmt sich eine Flasche, trinkt gemütlich, wischt sich den Mund ab und pfeift dann erst wieder an. Das hätte natürlich nicht alles zeitgleich geschehen können. Es gab einige Unterbrechungen. Jedoch pfiff der „Schiedsrichter“ eine halbe Minute nach der regulären Spielzeit ab, wenn überhaupt. Wir waren gerade im Angriff. Als ich ihm zurief, dass das aufgrund der vielen Unterbrechungen und Verzögerungen seitens SpaSies nicht ganz fair ist, kam nur die Antwort, dass die Nachspielzeit so korrekt sei. Es blieb bei der knappen 1:2 Niederlage. Ich fand viele Aktionen unsportlich und man muss kein ausgebildeter Schiedsrichter sein, um das zu erkennen. Die Mädels fühlten sich in einigen Situationen regelrecht betrogen. Ich ebenso. SpaSie kann sich also beim „Schiedsrichter“ bedanken, denn in der zweiten Halbzeit waren wir klar besser und dieser kann sich für seine (unterirdische) Leistung kräftig auf die Schulter klopfen. Zum Glück war er so aufmerksam und hat die Sterner darauf hingewiesen, dass Ohrstecker zu entfernen sind. Was da nicht alles Schreckliches passieren könne. Diese Aufmerksamkeit hätte ich mir in vielen anderen Situationen an diesem Spieltag gewünscht. Dennoch hatten die Tore von SpaSie durchaus ihre Berechtigung. Wenn wir nur die Hälfte unserer guten (!!!) Chancen verwerten würden, dann wären wir auch heute als verdienter Sieger vom Platz gegangen.