Wir haben das DFB-Bundesgericht und die FIFA angerufen und bereiten eine zivilrechtliche Klage gegen den BFV vor.

 

Der Ausschuss für Recht und Satzung (AfRS) hatte zu Mittwoch, den 12.12.2018 in die BFV-GSt geladen und alle Beteiligten kamen und wurden angehört. Auch hier waren die Fragen der Ausschussmitglieder gegenüber dem Elfmeterschießensieger Stern 1900 eher kritisch.

Eine Frage vom SG-Vors. Dietel war, "worin Stern 1900 denn einen groben Widerspruch zur Satzung/RVO durch das VG-Urteil sieht"? Ich antwortete, "dass ein Satzungsverstoß durch das Berliner Verbandsgericht der größtmögliche Widerspurch sei". Das wollte der Ausschuss offenbar vermeiden. Aus Sicht der Verein kann man den Ausschuss abschaffen, der ist max. ein "Präsidiums-Entlastungs-Ausschuss! Auch den § 13 Wiedeaufnahme kann man abschaffen oder die Worte "grober Widerspruch" verschwinden wieder aus der RVO beim nächsten BFV-Verbandstag 2019  - ein "netter Versuch Herr Pufahl" - kurzsichtig gedacht und kurzfristig gehandlet - mit "großem Erfolg" für den eigenen Verein Spaki.

Eine weitere Frage war, warum Stern 1900 nicht den Antrag in der VG-Verhandlung gestellt hat, die angeforderte Stellungnahme des DFB abzuwarten oder diese  beim DFB noch einmal anzufordern. Dies ist u.a. deshalb unterblieben, weil es nicht einmal dem BFV-Präsidialmitglied SR, Herr Wehling, gelungen ist, eine DFB-Auskunft zu erhalten. Nach unserer Auffassung wurde das Beweisverfahren vom VG weder formal eröffnet, noch geschlossen. Es ging gleich in ein "Rechtsgespräch" über, wo das VG seine Auffassung und Entscheidung den Beteiligten andeutete. Insofern waren Anträge nicht mehr angezeigt, auch ein Schlusswort wurde uns nicht gewährt. Eine Entscheidung der heutigen Anhörung wurde den beteilgten Vereinen nicht mitgeteilt. Nur das BFV-Präsidium erhält die Empfehlung vom AfRS. Das Präsidium wird wohl am Do. in eigener Verantworung die wichtige Entscheidung treffen, wie es im AOK- Pokal-Wettbewerb weitergeht oder vorerst nicht.

 

Stern 1900 und seine Spieler der 1. Herren sind nicht Beschuldigte, sie haben sich auch nichts zu schulden kommen lassen und sind der Aufforderung des SR im EMS gefolgt, den letzten Elfer, den der Spaki-TW beim Stand von 6:5 für Spaki hielt, zu wiederholen und haben dann das EMS im Pokalspiel mit 7:8 gegen Spandauer Kickers gewonnen. Das VG hat entschieden, der SR durfte seine Tatsachenentscheidung nach dem gehaltenen Elfmeter nicht mehr korrigieren, obwohl sich der Spaki-TW regelwidrig verhielt, weil der SR nach dem gehaltenenn Elfer pfiff. Der SR-Pfif wurde von Spaki per Video aufgenommen und nach einem Einspruch später als Beweis in das SG-Verfahren eingebracht. Erst hier wurde der Pfiff des SR alle Beteiligten bewusst, den sie (einschl. der beiden SRA) auf den Spielfeld nicht wahrnahmen und deshalb alle der Entscheidung des SR folgten und das Elfmeterschießen wegen der Regelwidrigkeit des Spaki-TW wieder aufzunehmen. Den Pfiff vor der Wiederholung hat das VG als Beendigung des Spieles angesehen und deshalb durfte der SR das EMS nicht noch einmal aufnehmen. Verrückt. Solche Einsprüche (Spaki) und Gerichtsentscheidungen (BFV-VG) werden negativ in die Berliner Fußballgeschichte eingehen. Da aber auch noch diverse Frage unbeantwortet geblieben sind, die weder das VG noch der DFB-Lehrwart Wagner bisher interessierten, wird das Verfahren uns noch eine ganze Weile beschäftigen. Die wesentlichste Frage ist, warum die DFB-Regel 5 immer noch nicht geändert wurde, obwohl dies die FIFA bereits ab 1.6.2018 getan hat oder ob das EMS überhaupt noch zum Spiel gehört und damit die Regel 5 Ziffer 2 vielleicht gar nicht andwendbar wäre. Oder darf ein SR eine Tatsachenentscheidung auf dem Platz durch einen andere Tatsachenentscheidung selbst ändern, wenn er sich noch auf dem Platzn befindet und durch seinen SRA auf seinen Fehler hingewiesen wurde? Das VG sagt  NEIN.   Unser Antrag auf Wiederaufnahme des Verfahrens (WdV) – VG-Urteil 00011-18/19-Kammer 1 - Gesamtüberblick der Vorschriften, um die es geht.

Zunächst ist festzustellen, dass uns das o.a. VG-Urteil nicht am 05. Dezember 2018, sondern erst am 06.12.2018 über das BFV-Postfach übermittelt wurde und damit nach § 24 Ziffer 4 RVO am 06.12.2018 zugestellt worden ist. Fristzählbeginn für etwaige andere Rechtsbehelfe ist u.E. der 07.12.2018. Damit ist mit dem 06.12.2018  lt. VG das Berufungsverfahren beendet.

A. Es ergeben sich redaktionelle Berichtigungsgründe, weil das VG  unzutreffend in seinem Urteil vom 29. Nov. 2018 ausführt:

a)  Richtig ist, dass es sich um den siebten Stern1900-Elfmeterschützen handelte, weil bereits der 2. Stern-Elfer vom Spaki-TW (ebenfalls regelwidrig) gehalten wurde.


b)  Die vom VG angeführte BFV-Satzung vom 24. März 2014 ist u.E. überholt. Wir wurden über die AM informiert, dass eine BFV-Satzung vom 01. Juli 2018 gültig sein soll.


B. Mit Blick auf die aktuellen Spielansetzung am Donnerstag, dem 13.12.2018 in Weißensee und
am Sonntag, dem 16.12.2018 in Weißensee oder Spandau stellen wir in unserer heutigen Eingabe folgendes noch einmal deutlich heraus:

a) Ergänzung zum Wiederaufnahmeantrag: Das DFB- und das BFV-Recht sind verletzt (§ 13 BFV-RVO), weil
    "die Entscheidung des erkennenden Rechtsorgans darauf beruht, dass Rechtsanwendungen bzw. Rechtsauslegungen im groben Widerspruch zur Satzung und Ordnungen des BFV stehen".

b) Verletzung gegen die BFV-Satzung:  Über §§ 3, 10 BFV-Satzung sind „die Bestimmungen der FIFA zu befolgen“.

c) Verletzung gegen BFV-Ordnungen vom Juli 2018

§ 1   BFV-Spielordnung: Spielregeln - vgl. auch d)
        2. Die vom BFV und dessen Vereinen veranstalteten Fußballspiele, sind nach den Spielregeln der FIFA, den Vorschriften des allgemein verbindlichen Teils der SpO des DFB und   den  Bestimmungen dieser Spielordnung sowie den amtlichen Ausführungsbestimmungen des DFB und den Richtlinien des BFV durchzuführen“.

§ 3   BFV- Rechts- und Verfahrensordnung (RVO): Rechtspflege
       2. Rechtsgrundlagen sind die Satzungen und Ordnungen des BFV, des NOFV und des DFB sowie die Fußballregeln (§ 1 Ziffer 1 RVO)

§ 18  BFV-Rechts- und Verfahrensordnung (RVO): Mündliche Verhandlung
        12. Nach Schluss der Beweisaufnahme erhalten die Parteien… das Schlusswort.

d) Verletzung gegen die DFB-Satzung in Kurzfassung:

1.) § 3 Nr. 1 Satz 2 DFB-Satzung : … „nachgenannte Vorschriften der FIFA sind für den DFB, seine Mitglieder, Spieler und Offiziellen sowie die Vereine und Kapitalgesell- schaften seiner Mitgliedsverbände verbindlich: Statuten….. und Spielregeln“.


2.) § 3 Nr. 3 DFB-Satzung: „Der DFB, seine Mitglieder, Spieler und Funktionsträger sowie die Vereine und Kapitalgesellschaften seiner Mitgliedsverbände sind der Vereinsstraf- gewalt der FIFA und der UEFA, die durch die in Nrn. 1 und genannten Regelungen und Organentscheidungen einschließlich der Vereinssanktionen ausgeübt wird, unterworfen“.

e) Verletzung gegen die DFB-Spielordnung

Allgemeinverbindlicher Teil der DFB-Spielordnung
Der Bundestag des DFB hat gemäß § 6 Nr. 4. seiner Satzung dem DFB aus dem Sachgebiet des Spielwesens folgende Sachgebietsteile in dem durch nachfolgende Bestimmungen gezogenen Rahmen zur Regelung übertragen (§§ 1 bis 39), die damit für seine Mitgliedsverbände, deren Vereine und deren Mitglieder verbindlich sind“.

§ 1 DFB-SpO: Spielregeln
1. „Die von den Mitgliedsverbänden, ihren Vereinen und deren Tochtergesellschaften
veranstalteten Fußballspiele sind nach den Spielregeln der FIFA durchzuführen“.

f) Verletzung bzw. Nichtbeachtung des FIFA-Rechts

1. Die Spielregeln der FIFA sind nach C (§ 1 DFB-SpO) und F (BFV-SpO) anzuwenden.

2. Die Regel 5 Ziffer 2 wurde hinsichtlich des Wortes „terminated“ sprachlich in der Vergangenheit unterschiedlich ausgelegt, so dass die FIFA eine Änderung herbeigeführt hat und  das Wort „beenden“ mit dem deutschen Wort „abgebrochen“, also im Zusammenhang mit einem sachlich ganz anderen sachlichen sportlichen Hintergrund.

3. Zum 01. Juni 2018 erfolgte durch die FIFA folgende Änderung der Regel 5 Ziffer 2:

- Korrektur der Übersetzung des Wortes von „beendet zu „abgebrochen (engl. „terminated“) siehe. Seite 65 der FIFA-Regeln 2018/2019, nachzulesen auf S. 145 zu den FIFA-Regeln 2018/2019 unter: https://img.fifa.com/image/upload/ksddmpfhwuxgoaibmmnv.pdf


4. Das BFV-VG hatte danach kein Recht, auf die überholte, alte FIFA und DFB-Fassung am 29. November 2018 zurückzugreifen


5. Auszug der FIFA Vorworte zu den Fußball-Regeln 2018/2019:

„Wie bei jeder grossen Überarbeitung gibt es immer eine zweite „Nachbearbeitung“. Viele der Änderungen in den Spielregeln 2017/18 waren Klarstellungen, mit denen der Text eindeutiger und/oder einfacher wurde. Die meisten dieser Änderungen wurden auf Anfrage von Einzel- personen, Gruppen und nationalen Fussballverbänden weltweit vorgenommen. Neben den Klarstellungen gab es einige Änderungen, die als Erweiterung der Grundsätze, die in der Überarbeitung von 2016/17 begründet wurden“.

Und weiter:
Wenn eine Regel geändert werden soll, muss der IFAB davon überzeugt werden, dass die Änderung zugunsten des Spiels geschieht“.
Und weiter:.

„Die Integrität der Spielregeln und der Schiedsrichter, die diese anwenden, ist stets zu schützen und zu respektieren“.

Und weiter:

„Die Spielregeln können nicht jede mögliche Situation abdecken. Wenn daher keine direkte Bestimmung in den Regeln vorhanden ist, erwartet der IFAB, dass der Schiedsrichter eine Entscheidung im Sinne des „Spielgeists“ trifft – hierbei stellt sich häufig die Frage: „Was würde der Fußball wollen/erwarten?“



C. Nichtzulassung eines Rechtsmittels beim DFB-Bundesgericht

Sofern das BFV-Verbandsgericht am Ende seines Urteils vom 29.11.2018 ausführt:


"Ein Grund für die Zulassung der Revision zum Bundesgericht gemäß § 43 Ziffer 1 lit. b) DFB- Satzung besteht nicht, weil sich der Verein Stern 1900 nicht auf die Verletzung von DFB- Recht, sondern auf die Nichtbeachtung der nach seiner Meinung anwendbaren Spielregeln 2018/2019des IFAB beruft."

ist dies unzutreffend, da eine Verletzung von DFB-Recht gegeben ist (siehe oben).


D. Anträge bzw. angekündigte Anträge

1. Wir stellen einen Antrag auf Zulassung der Revision zum DFB-Bundesgericht (Begründung siehe oben).
2. Wir werden beim BFV-Verbandsgericht eine einstweilige Anordnung (§ 26 BFV-RVO beantragen mit dem Antrag, das für Donnerstag angesetzte Spiel zwischen dem Weißenseer FC gegen Spandauer Kickers auszusetzen, bis das Verfahren rechtskräftig entschieden ist.
Begründung wie folgt (skizziert):
§ 33 BFV-RVO: Aufschiebende Wirkung, jedenfalls auch bei "Wiederaufnahme des Verfahrens oder Wiedereinsetzung"
3. Zudem werden wir – unabhängig von der Frage der Zulassung durch das BFV-Verbandsgericht - noch vor Donnerstag REVISION beim Bundesgericht des DFB einlegen (Übersendung der Kopie der Revisionsschrift und Überweisung der Gebühr beim DFB wird angekündigt.

 

Am "grünen Tisch" haben die Vorstandsmitglieder von Spaki (Hr. Rathenow und Herr Pagel)  mit Hilfe des VG zunächst erreicht,  in die nächste Pokalrunde einzuziehen, weil nach Ansicht des VG der erst durch ein Spaki-Video nachgewiesene (?) Abpfiff das EMS des SR wie ein Schlusspfiff nach 120 Min. zu bewerten ist und deshalb durfte der SR seine erste falsche Entscheidiung (der SR glaubte, das EMS sei beendet) nicht mehr zurücknehmen, was er aber tat, weil er sich der Meinung des SRA nun anschloss, wonach sich der Spaki-TW zu früh nach vorne bewegte. Wir (und wohl auch die FIFA) gehen davon aus, dass das EMS nicht mehr zum Spiel gehört und deshalb die Beschränkungen der Regel 5 Ziffer 2 hier so nicht in Gänze anzuwenden sind. Selbst die Regel 5 Ziffer 2 anzwenden wäre, dann ist eindeutig, dass die FIFA genau diesen Punkt so verändert hat, dass nun der DFB-Regelausdruck ab 1.7.2018 falsch ist, das VG aber diese alte Fassung weiter anwendet,  obwohl die FIFA diese Regel 5 Ziffer 5 bereits zum 01.06.2018 geändert und veröffentlicht hatte. Deshalb unternehmen wir auf der Sportgerichtsbarkeitebene in Berlin den letzten möglichen Versuch und haben beim BFV-Präsidium einen Antrag auf Wiederaufnahme des Verfahrens nach § 13 RVO gestellt, weil das VG mit seinem am 06.12.2018 uns über das BFV-Postfach zugestellten Urteil gegen die aktuellen FIFA-Regeln 2018/2019 vom 01.06.2018, damit gegen FIFA-Recht, damit gegen untergeordntes DFB-Recht und damit gegen BFV-Recht verstößt.

Ausserdem sind einige - egentlich einfache Fragen - zum Elfmeterschießen (EMS - gehört es noch zum Spiel, hat ein Abpfiff des EMS eine rechtlich wirksame Bedeutung wie ein Schlusspfiff zur Halbzeit bzw. nach 90/120 Min.) und hat der SR die Möglichkeit, seine falsche Tatsachenentscheidung sofort durch eine neue Tasachenentscheidung im Rahmen der FIFA-Regel 5 Ziffer 2 zu korrigieren?

In dem SG und VG-erfahren wurden von uns  erhebliche Verletzungen gegen die DFB-und BFV-Satzung, gegen die DFB-und BFV-Spielordnung und gegen die BFV-Rechts- und Verahrensordnung festgestellt, die nun durch das BFV-Präsidium in aller Eile beurteilt werden sollen.

Ausserdem erhielten wir nicht das in der Rechts- und Verfahrensordnung (RVO) verbrieftes Recht, "ein Schlusswort" im Zusammenhang mit allen unseren Fagen und Bewertungen im Zusammenhang in der VG-Verhandlung vorzutragen.

Ein Beweisverfahren wurde in der VG-Verhandlung weder förmlich eröffnet, noch geschlossen. Der SR erschien entschuldigt nicht zur VG-Verhandlung. Dadurch blieben Fragen offen, die sich in der VG-Verhandung ergeben hatben. Trotzdem hat das VG entschieden.

Das BFV-Präsidium muss sich vor seiner Entscheidung zu unserem Antrag auf Wiederaufnahme, die Meinung vom BFV-Ausschuss für Recht und Satzung einholen, dessen Vorsitzender Herr Pufahl ist, in Personalunion Spaki-Vorsitzender und Vize-Präsident Recht ist. In diesem BFV-Ausschuss sind u.a. der BFV-Vize Gerd Liesegang und auch der Verbandsgericht-Vors. Dr. v. Keitz (auch im DFB-Bundsgericht) und sein Vize Herr Brüggemann (auch im NOFV-Bundesgericht) vertreten, die für das VG-Urteil (mit)verantwortlich sind.

Die BFV-GSt hat Stern 1900 am 07.12. zur Abgabe einer weiteren schriftlichen Stellungnahme (nach Zustellung des VG-Urteils) bis zum 11.12. um 12:00 Uhr (!) aufgefordert und am Mi. zu 18:00 Uhr in den Ausschuss geladen - ja die Zeit scheint zu drängen - alles soll schnell vor der nächsten Pokalrunde im Dezember noc durchgepeitscht werden. Lt. Anwaltsauskunft sind das völlig indiskutable kurze BFV-Fristsetzungen - auch wenn der BFV-Spielausschuss am Do. das Pokalspiel Weißenseer FC - Spaki bereits angesetzt hat.

U.a. deshalb haben wir heute die Absetzung dieser Paarung und diie vom Sonntag  beantragt. Neben jurstischen Initiativen beim DFB und der FIFA wird anwaltlich eine einstweilige Verfügung vorbereitet, die zum Einsatz kommt, wenn alle anderen Anträge "verhallen". Wir warten selbstverständlich die Anhörung vor dem Ausschuss für Recht und Satzung am Mi. und die Entscheidung des BFV-Präsidiums ab - aus Sicht des SpA notwendigerweise wohl auch noch am Mittwoch-Abend.    

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