Reifer Auftritt in Prenzlberg

Sterne nehmen Empor den Wind aus den Segeln – 2:0-Auswärtssieg

Der SFC Stern 1900 hat am Mittwochabend einen starken Auftritt in der Berlin-Liga hingelegt und beim SV Empor Berlin verdient mit 2:0 gewonnen. Die Brandt-Elf überzeugte durch eine klare Linie, stabile Defensive und eiskalte Effizienz in den entscheidenden Szenen.

Schon in der ersten Halbzeit nahm Stern das Spiel in die Hand. Viel Ballbesitz, die besseren Chancen – und der Matchplan griff. „Wir haben sie vernünftig gepresst, genau da, wo wir sie haben wollten. Damit sind sie kaum zur Entfaltung gekommen. Die erste Halbzeit haben wir dominiert, das war sehr, sehr gut von uns“, erklärte Trainer Kai Brandt nach der Partie. Kurz vor der Pause folgte dann die Belohnung: Nach einem Freistoß von der linken Seite durch Flo Medrane stand Tim Schönfuß-Hahm goldrichtig und köpfte zur 1:0-Führung ein (45.).

Nach dem Seitenwechsel erhöhte Empor zunächst den Druck. Lange Bälle, viel Leidenschaft – für Stern hieß es in dieser Phase, die Zähne zusammenzubeißen. „Da mussten wir ein bisschen leiden, aber wir haben es gut wegverteidigt. Boyo (Torhüter Boyo Dickersbach, die Redaktion) musste ein-, zweimal eingreifen, danach hatten wir es wieder im Griff“, so Brandt.

Dieses Mal machte es der SFC Stern 1900 nicht mehr spannend

In der 78. Minute setzte Stern dann den entscheidenden Konter. Ein Steckpass schickte Ibo Keita auf die Reise, der ließ noch den Torwart aussteigen und schob zum 2:0 ein. Empor fand keine Antwort mehr, Stern brachte den Vorsprung souverän ins Ziel.

Schienenspieler Marvin Özdal lobte die Geschlossenheit des Teams: „Uns war klar, dass wir viele lange Bälle spielen müssen, weil Empor gut presst. Wir haben es situativ gelöst – mal über Fußball, mal mit langen Bällen. Unsere Verteidiger haben es super gemacht, nichts Großes zugelassen. Alles in allem eine gute Mannschaftsleistung – konsequent von Anfang bis Ende, am Ende routiniert runtergespielt.“ Letzteres gefiel Özdal besonders: „Wir haben keine Sperenzchen wie zuletzt gegen Staaken gemacht, als es deshalb wieder spannend wurde.“

Am Ende stand ein verdienter 2:0-Erfolg, der Sterns Ambitionen unterstreicht. Das Team kletterte vorübergehend auf den dritten Platz im Berlin-Liga-Tableau. Brandt richtet den Blick schon auf die nächste Aufgabe: „Jetzt heißt es regenerieren und am Freitag bei Türkspor bestehen. Neun Punkte aus der englischen Woche wären natürlich das Optimum.“ Die Partie am Heckerdamm 204 wird um 19.30 Uhr angepfiffen.


Fotos: Ralf Seedorff

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