Sterns Erste kommt bei Polar Pinguin nicht über ein 1:1 hinaus
Der SFC Stern 1900 tritt auf der Stelle. Auch im zweiten Spiel unter dem Interimstrainer-Duo Andi Thurau und Mario Langner reichte es für die Steglitzer nur zu einem 1:1 beim abstiegsbedrohten Polar Pinguin – ein Ergebnis, das den Abstand zur Spitzengruppe der Berlin-Liga weiter vergrößert.
Wie schon in der Vorwoche tat sich Stern schwer, ins Spiel zu finden. „Wir haben wieder eine Viertelstunde, 20 Minuten gebraucht, um anzukommen“, sagte Langner. Erst in der 33. Minute war der Bann gebrochen: Jordi Thurau fasste sich aus der Distanz ein Herz und traf – begünstigt von einem Torwartfehler – zur 1:0-Führung. Mit dem knappen Polster ging es in die Pause.

Nach dem Seitenwechsel dominierte Stern die Partie zunehmend. Langner sprach von „voller Spielkontrolle“, einem Gegner, der mit seiner rustikalen Art und dem kleinen Platz „eklig“ gewesen sei, und dennoch Chancen zuließ. Doch Can Cakin und Nicolas Fäßler verpassten es, das Spiel vorzeitig zu Sterns Gunsten zu entscheiden.
Die Fahrlässigkeit rächte sich: In der 82. Minute stieg Jacques Kahra nach einer Ecke am höchsten und köpfte zum 1:1 ein. Ein Treffer, der für sichtbare Ernüchterung sorgte, aber immer noch zu verdauen gewesen wäre. Langner berichtete von zwei weiteren Riesen für Fässler bis zum Schlusspfiff. „Einen davon muss er machen – das weiß er selbst“, so Langner.

Schließlich blieb es eben beim 1:1 und Sterns Co-Trainer war hin- und hergerissen zwischen „einem leistungsgerechten Remis“ und „zwei verlorenen Punkten“. Auf jeden Fall betonte er, weder Fässler noch der Mannschaft einen Vorwurf zu machen. „Wir haben alles reingehauen, alle wollten“, sagte er.
Die Ausgangslage in der Tabelle wird indes brisanter: Die Konkurrenz oben entschwindet langsam aber sicher und bereits am Freitag wartet auf Stern die nächste echte Bewährungsprobe. In Reinickendorf (Anstoß 19.30 Uhr, Kienhorststraße) geht es gegen den Tabellenführer Füchse Berlin. SFC-Boss Bernd Fiedler hatte nach nach dem Spiel am vergangenen Samstag gegen Charlottenburg die eng getaktete englische Woche scharf kritisiert.
Gut, dass der Kader trotzdem steht. Zwar muss Stern auf Lukas Rohana (Knöchel) und Tim Schönfuß-Hahm (beruflich verhindert) verzichten, dafür kehren Kapitän Florian Medrane und Omar Hajjaj nach ihren Sperren zurück. Langner bleibt optimistisch: „Wir haben nichts zu verlieren. Die Füchse wollen Fußball spielen – das kann uns liegen. Die Jungs, die auflaufen, haben das Zeug, das Spiel zu gewinnen.“
Fotos: Ralf Seedorff
