Nach durchwachsenem Start will der SFC Stern 1900 am Sonntag (10.45 Uhr) zuhause gegen die formstarken Kreuzbergerinnen in die Spur finden
Der SFC Stern 1900 steckt in dieser Saison noch im Findungsprozess. Ein Sieg, eine Niederlage – das bedeutet bislang Mittelmaß und ein Platz im Niemandsland der Tabelle. Nun wartet mit dem FSV Hansa 07 eine echte Standortbestimmung.

Die Gäste reisen mit breiter Brust an den Sterner. Zum Auftakt siegten sie knapp mit 1:0 bei Moabit, am vergangenen Wochenende schockten sie dann die Liga: Mit 7:1 fegte Hansa die U23 von Türkiyemspor vom Platz – jenes Team, das eine Woche zuvor Viktoria Mitte noch mit 15:1 überrollt hatte. Ein Resultat, das für reichlich Aufsehen sorgte und Hansa enormes Selbstbewusstsein verleiht.

Trainer Roman Rießler weiß, was auf sein Team zukommt: „Hansa ist robust, aggressiv und setzt auf lange Bälle. Genau das müssen wir verhindern.“ Stern will hoch pressen, den Gegner gar nicht erst ins Rollen kommen lassen – und selbst Akzente setzen. „Es reicht nicht, nur auf Konter zu warten. Wir müssen dominant auftreten und im letzten Drittel Lösungen finden.“

Leicht wird das nicht. Die Personallage bleibt angespannt: Außenverteidigerin Sina Gierig fällt mit einem Mittelfußbruch langfristig aus. Zudem erwischte es kurz vor dem Spiel auch Aldijana Ibrisevic, die sich im Abschlusstraining einen Schneidezahn ausschlug und am Sonntag fehlt. Positiv ist immerhin, dass Roxy Nowak nach längerer Verletzungspause in dieser Woche wieder ins Mannschaftstraining eingestiegen ist – für einen Einsatz kommt das Spiel aber noch zu früh.

Für Stern geht es darum, trotz dieser Rückschläge Stabilität zu zeigen und Hansa die Euphorie zu nehmen. Ein Dreier wäre nicht nur Balsam für Seele und Tabelle, sondern auch ein Signal, dass die Steglitzerinnen trotz personeller Sorgen in der Liga weiter ein Wort mitreden wollen.
Fotos: Ralf Seedorff
