Stern setzt auf Beton – Defensive als Schlüssel zum Sieg

Wenn am Samstag um 13.30 Uhr der SCC auf dem Sterner gastiert, soll vor allem eines stehen: die Null

Beim SFC Stern 1900 hat sich in den vergangenen Wochen viel bewegt. Nach dem überraschenden Abschied des kompletten Trainerteams übernahmen Andi Thurau und Co-Trainer Mario Langner die Verantwortung für die Berlin-Liga-Mannschaft der „Sterne“. Ein Pflichtspiel unter dem neuen Duo hat es bislang allerdings noch nicht gegeben – die Begegnung beim 1. FC Wilmersdorf fiel am Freitag vor einer Woche wegen Glätte aus. „Wir hätten trotzdem gerne gespielt“, sagt Langner. „Die Mannschaft ist heiß, sie will sich beweisen.“

Drei zusätzliche Trainingseinheiten gab es dadurch dennoch – ordentlich Input inklusive. „Wir hatten vorwiegend gute Einheiten, natürlich auch mal weniger gute. Das ist normal, die Jungs bekommen gerade viel mit“, erklärt der Co-Trainer. Der Vorteil: Noch mehr Zeit, um die Spielidee zu schärfen.

Das Trainerduo verfügt über eine lange gemeinsame Vergangenheit:

Mario Langner ist seit 24 Jahren im Verein, ein echter Ursterner, und spielte zehn Jahre lang in der Ersten Mannschaft. Dort stand er schon gemeinsam mit Andi Thurau auf dem Platz – später machten beide zusammen ihren Trainerschein. Als Thurau ihn fragte, ob er in der Interimsphase an seiner Seite weiterhelfen wolle, habe Langner nicht lange gezögert und zugesagt. Weil Thurau an diesem Wochenende verhindert ist, steht er gegen Charlottenburg in der ersten Reihe.

Und der Gegner ist ein echter Gradmesser. Die Gäste stehen nicht zufällig auf Platz 4. „Wir haben uns Videos angeschaut und sind beeindruckt, mit welcher Struktur und mit welchen schnellen Außen sie auftreten“, sagt Langner. Charlottenburg agiert zielstrebig, variabel und mit Tempo – Stern wird defensiv auf der Hut sein müssen.

Doch die Ansage auf dem Sterner ist klar – und mutig: Alle verbleibenden Spiele der Hinrunde sollen gewonnen werden. Ob das ausgefallene Wilmersdorf-Duell noch 2025 steigt, ist wetterabhängig – angesetzt ist der Nachholtermin am Mittwoch, 17. Dezember, um 19.30 Uhr. Sicher ist: Charlottenburg soll geknackt werden.

Der Kader steht mit 18 Mann. „Klar hat man immer ein paar Verletzte. Aber die, die da sind, genießen unser volles Vertrauen und sind stark“, betont Langner. Das Erfolgsrezept? Eine kompakte Defensive: „Die Null soll stehen.“ Denn offensiv, so die Trainer, habe Stern genug Qualität, um „immer ein, zwei oder drei Tore zu machen“. Und: „Man muss ja nicht immer drei schießen, um zu gewinnen.“

Stern 1900 startet also mit viel Ehrgeiz und einer klaren Idee in die Interimsära. Gegen den formstarken SC Charlottenburg muss ein dicker Brocken aus dem Weg geräumt werden. Und der – so hat man auf dem Sterner längst beschlossen – soll nach oben führen.


Fotos: Ralf Seedorff

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