Stern vor engem Duell in Altglienicke

Coach Yanik Schottelius muss am Samstag mit ausgedünntem Kader improvisieren, setzt aber auf körperliche Präsenz

Die Berlin-Liga bleibt auch in dieser Saison ein dicht gedrängtes Feld. Zwischen Platz drei und Rang 14 etwa liegen lediglich sechs Punkte. Mittendrin bewegt sich der SFC Stern 1900. Die Steglitzer stehen mit 25 Punkten auf Rang zehn. Nur zwei Plätze darüber rangiert die VSG Altglienicke II mit 26 Zählern. Am Samstag treffen beide Teams direkt aufeinander.

Der eingewechselte Nizar Jouini (r.) hatte gute Offensivszenen gegen Biesdorf, konnte der Partie aber auch keine Wende geben.

Für Stern geht es dabei auch darum, die bittere 0:1-Heimniederlage gegen Fortuna Biesdorf abzuhaken. Trainer Yanick Schottelius sieht seine Mannschaft trotz der Niederlage stabil: „Die Mannschaft hat ein gutes Gespür für ihre Leistung. Wären wir klar unterlegen gewesen, wäre die Stimmung vielleicht anders. Aber wir ja hatten eher das Gefühl, mindestens einen Punkt verdient zu haben.“

Die Sterner Personaldecke ist dünn

Personell bleibt die Lage allerdings angespannt. Weitere Spieler haben sich im Lazarett gemeldet. Deshalb rückt Innenverteidiger Franz Wetzel aus der zweiten Mannschaft in den Kader auf. Der Defensivspieler kennt die Berlin-Liga aus früheren Zeiten in der Ersten und bringt die körperliche Präsenz mit, die Schottelius für das Spiel fordert. Zudem kehrt Tim Schönfuß-Hahm wieder in den Kader zurück. „Zwei echte Kanten“, so der Coach.

Jordi Thurau (Bildmitte) hatte gegen Biesdorf die Führung auf dem Fuß. Am Ende hieß es 0:1.

Genau diese Robustheit soll gegen die junge und technisch beschlagene Regionalliga-Reserve der VSG Altglienicke eine wichtige Rolle spielen. Stern will kompakt stehen, Zweikämpfe annehmen und schwer zu schlagen sein. Gleichzeitig gilt es natürlich, eigene Chancen zu kreieren und konsequent zu nutzen – etwas, was gegen Biesdorf fehlte.

Schottelius erwartet eine andere Dynamik als im Hinspiel

Das Hinspiel hatte Stern klar mit 5:1 gewonnen. Nach Einschätzung von Schottelius, der den SFC Stern ja erst im Winter übernommen hat, lag das auch am Spielstil der Altglienicker, die gern von hinten heraus sauber aufbauen. Auf dem großen Sterner ergaben sich dadurch nach Ballverlusten Räume für Steglitzer Konter. In Altglienicke erwartet der Trainer jedoch eine andere Dynamik. Das Geläuf ist enger, und die Gastgeber kommen nach möglichen Fehlern im Spielaufbau schneller ins Gegenpressing. „Das wird ein anderes Spiel“, sagt Schottelius.

Entscheidend sei deshalb die richtige Haltung. In der Trainingswoche habe die Mannschaft gezeigt, dass sie der Niederlage gegen Biesdorf nicht nachtrauert. Stattdessen richtet sich der Blick nach vorn – auf ein Spiel, in dem Stern mit Präsenz, Kompaktheit und Klarheit auftreten will. Die Kugel auf dem Kunstrasenplatz am Alten Schönefelder Weg 20 rollt ab 14 Uhr.


Fotos: Ralf Seedorff

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