Sterns Frauen bleiben dran: Tabellenzweiter mit Mini-Rückstand

Ein Punkt Rückstand, ein Torverhältnis von 65:3: Der SFC Stern 1900 geht als Verfolger in die Rückrunde der der Berlin-Liga – mit einer Bilanz, die keine Kritik zulässt

Vor der Saison hatte Trainer Roman Rießler mit seiner Aussage „Wir haben noch keine Story geschrieben“ impliziert, wo er mit seinem Team hinwill: in die Regionalliga. Und an genau an dieser Geschichte soll wie bisher kräftig gearbeitet werden. Bislang liegen die Steglitzerinnen voll im Soll. Der Abstand zu Tabellenführer Berolina Mitte beträgt nur einen Zähler, Stern hat die meisten Tore geschossen, die wenigsten kassiert (65:3) und in Xenia Zeinert die erfolgreichste Torschützin in ihren Reihen (17 Treffer, ex aequo mit Vikis Deborah Chmieleski). 

Seit Jahren Garant für eine stabile Stern-Defensive: Alina Lindemann.

Punktverluste gab es lediglich in Pankow, wo Stern zu einem Unentschieden kam, mit dem Rießler nicht unzufrieden war. Im Topspiel bei Berolina Mitte zog man auswärts den Kürzeren. Dort blieb aus Stern-Sicht festzuhalten, dass die Mannschaft nicht vollständig das abrufen konnte, wozu sie grundsätzlich in der Lage ist.

Personell bringt die Rückrunde Veränderungen mit sich. Marie Schneider und Kimi Sembach haben den Verein verlassen, nachdem sie in der Hinrunde aus ihrer Sicht zu wenig Spielzeit erhalten hatten. Schwer wiegt der Ausfall von Verteidigerin Kim Ollrogge, die sich im Spiel gegen Viktoria U20 einen Kreuzbandriss zuzog und voraussichtlich die gesamte Saison fehlen wird. Bis mindestens März steht zudem Emina Wacker weiterhin nicht zur Verfügung – so lange befindet sie sich im Urlaub.

Trainer Roman Rießler setzt auf Entwicklung: Bei Sophia Verheijen (l.) ist er da merklich auf dem besten Wege.

Auch bei zwei weiteren Spielerinnen ist Geduld gefragt. Linksverteidigerin Sina Gierig hatte sich im letzten Testspiel vor Saisonbeginn einen Mittelfuß gebrochen. Alina Sommer fiel nach einem Foul im Spiel bei der U23 von Türkiyemspor so unglücklich auf die Schulter, dass derzeit noch offen ist, wann sie ins Training zurückkehren kann. „Ich hoffe auf die baldige Rückkehr der beiden“, betonte Rießler.

Neuzugang Clara Apel hinterlässt guten Eindruck

Positive Nachrichten gibt es auf der Zugangsseite. Anfang Februar kehrt Elena Gabler zurück. Die etatmäßige Nummer sechs aus der Vorsaison beendet ihre studentische Stippvisite in München und steht Stern ab Anfang Februar wieder zur Verfügung. Zudem hat der Tabellenzweite Clara Apel verpflichtet. Die 24-Jährige spielte bis zum großen Umbruch bei der U20 des Ligakonkurrenten FC Viktoria 1889, verletzte sich dort aber früh und war zuletzt vereinslos. Apel hat bereits am Training teilgenommen und hinterließ dabei einen sehr guten Eindruck bei Rießler.

Das Testprogramm ist anspruchsvoll: Stern trifft auf Türkiyemspor II, Hertha 03 II, Turbine Potsdam II sowie auf die Regionalliga-Mannschaft von Türkiyemspor. Der Pflichtspielauftakt folgt am 22. Februar mit dem Auswärtsspiel in Neukölln.

Aktuell befindet sich die Mannschaft noch in der Phase der Vorbereitung auf die Vorbereitung. Am Dienstag bittet Rießler seine Spielerinnen dann wieder offiziell auf den Platz – zum Story schreiben.


Fotos: Matthias Vogel

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